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<title>Musikwissenschaft</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Musikwissenschaft</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Musikwissenschaft</b>, auch <b>Musikologie</b> („Musiklehre“), ist eine <a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaft</a>, die sich mit allen Aspekten der <a href="Musik" title="Musik">Musik</a> und des Musizierens befasst. Sie betrachtet die Musik aus der Sicht aller relevanten Disziplinen; dazu gehören <a href="Kulturwissenschaft" title="Kulturwissenschaft">kultur-</a>, <a href="Sozialwissenschaften" title="Sozialwissenschaften">sozial-</a>, <a href="Strukturwissenschaft" title="Strukturwissenschaft">struktur-</a> und <a href="Naturwissenschaft" title="Naturwissenschaft">naturwissenschaftliche</a> Ansätze.
</p><p>Gegenstand der Musikwissenschaft sind dabei sämtliche Ausprägungen von Musik, ihre <a href="Musiktheorie" title="Musiktheorie">Theorie</a>, ihre <a href="Musikproduktion" title="Musikproduktion">Produktion</a> und <a href="Rezeption_(Kunst)" title="Rezeption (Kunst)">Rezeption</a>, ihre Funktionen und Wirkungen sowie ihre Erscheinungsweisen vom <a href="Akustik" title="Akustik">akustischen</a> Ausgangsmaterial bis zum komplexen <a href="Musikst%C3%BCck" class="mw-redirect" title="Musikstück">musikalischen Einzelwerk</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wissenschaftler auf dem Gebiet der Musikwissenschaft werden <b>Musikwissenschaftler</b> oder <b>Musikwissenschafter</b> genannt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Teildisziplinen">Teildisziplinen</h2></div>

<p>Die Musikwissenschaft erfuhr nach 1945 eine Ausdifferenzierung, die eine Gliederung in Teildisziplinen notwendig machte. Glen Haydon<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (1896–1966) und <a href="Friedrich_Blume_(Musikwissenschaftler)" title="Friedrich Blume (Musikwissenschaftler)">Friedrich Blume</a> (1893–1975) befürworteten eine Dreigliederung:
</p>
<ol><li><a href="Historische_Musikwissenschaft" title="Historische Musikwissenschaft">Historische Musikwissenschaft</a>, auch Musikgeschichte;</li>
<li><a href="Systematische_Musikwissenschaft" class="mw-redirect" title="Systematische Musikwissenschaft">Systematische Musikwissenschaft</a>;</li>
<li><a href="Musikethnologie" title="Musikethnologie">Musikethnologie</a>, auch Ethnomusikologie, heute vorzugsweise Vergleichende Musikwissenschaft genannt.</li></ol>
<p>Diese Dreigliederung löste die von <a href="Guido_Adler_(Musikwissenschaftler)" title="Guido Adler (Musikwissenschaftler)">Guido Adler</a> (1855–1941) geprägte Zweiteilung in Historische und Systematische Musikwissenschaft ab. Musikethnologie zählte Adler zum Bereich der Systematischen Musikwissenschaft. Weitere Einteilungen waren die fünfgliedrige Einteilung (Historische, Systematische, Musikethnologische, Musiksoziologische und Angewandte Musikwissenschaft) von <a href="Hans-Heinz_Dr%C3%A4ger" title="Hans-Heinz Dräger">Hans-Heinz Dräger</a> (1909–1968) sowie die viergliedrige Einteilung (Systematische Musikwissenschaft, Musikgeschichte, Musikalische Volks- und Völkerkunde sowie Landes- und Gesellschaftskundliche Musikforschung) von <a href="Walter_Wiora" title="Walter Wiora">Walter Wiora</a> (1907–1997).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Historische_Musikwissenschaft">Historische Musikwissenschaft</h3></div>
<p>Der Gegenstandsbereich der <a href="Historische_Musikwissenschaft" title="Historische Musikwissenschaft">historischen Musikwissenschaft</a> ist Musik und Geschichte. Man verwendet die Quellenforschung, Notenkunde und Notentextanalyse, um Sachverhalte der Vergangenheit aufzudecken. Die historische Musikwissenschaft will Quellen verfügbar machen, durch <a href="Musikphilologie" title="Musikphilologie">Musikphilologie</a> erschließen, durch <a href="Hermeneutik" title="Hermeneutik">hermeneutische Prozesse</a> verstehen und sie interpretieren.
</p><p>Erst seit den 1960er Jahren wendet man sich der Musik des 20.&nbsp;Jahrhunderts zu. Vor allem die Geschichte der Europäischen Musik (Kunstmusik) hat sie zum Inhalt. Sie hat verschiedene Teilgebiete:
</p>
<ul><li>Die <a href="Musikphilologie" title="Musikphilologie">Musikphilologie</a> beschäftigt sich mit Quellenforschung, <a href="Textkritik" title="Textkritik">Textkritik</a> und wissenschaftlicher <a href="Edition" title="Edition">Edition</a> von Musik. Musikphilologische Methoden schließen zunehmend digitale Methoden ein, vor allem in Bezug auf Modellierung und Musikkodierung sowie auf die Datenvisualisierung. Hauptgegenstand der Musikphilologie ist seit ihrer Begründung im 19. Jahrhundert die notenschriftliche Überlieferung. Analoge und digitale Klangdokumente, aber auch beispielsweise <a href="Notenrolle" title="Notenrolle">Klavierrollen</a> geraten zunehmend in den Blick der Musikphilologie als Grundlagenforschung.</li>
<li>Die <a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">Instrumentenkunde</a> behandelt unter historischen Aspekten Bau, Akustik, Klang, Verwendung und Spielweise von <a href="Musikinstrument" title="Musikinstrument">Musikinstrumenten</a>. Sie unternimmt Versuche zur <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Klassifikation der Musikinstrumente</a> und liefert Hinweise zur Aufführungspraxis.</li>
<li>Die <a href="Ikonografie" title="Ikonografie">Ikonografie</a> wertet musikbezogene Bilddarstellungen als Quellen aus, um Erkenntnisse über Musikausübung und -anschauung, Instrumente, über Personen und soziale Zusammenhänge zu gewinnen.</li>
<li>Die <a href="Auff%C3%BChrungspraxis" title="Aufführungspraxis">Aufführungspraxis</a> versucht, die jeweilige Realisierung von Notentexten im räumlich-akustischen, klanglichen, <a href="Instrumentation" title="Instrumentation">besetzungs</a>- und spieltechnischen Kontext zu erschließen. Sie schafft die Grundlagen für die <a href="Historische_Auff%C3%BChrungspraxis" title="Historische Aufführungspraxis">historische Aufführungspraxis</a>, die eine werk- oder epochengetreue Wiedergabe anstrebt.</li>
<li>Die <a href="Interpretationsforschung_(Musikwissenschaft)" title="Interpretationsforschung (Musikwissenschaft)">Interpretationsforschung</a> fragt nach den Prozessen des Vermittelns und Deutens <a href="Musikalisches_Werk" title="Musikalisches Werk">musikalischer Werke</a>, sowohl in sprachlicher (hermeneutischer) als auch musikalischer (performativer) Form.</li>
<li>Die <a href="Notationskunde" title="Notationskunde">Notationskunde</a> erforscht die Aufzeichnung von Musik, wobei im Zentrum ihres Interesses die Übertragung von Werken in eine zeitgenössische <a href="Notation_(Musik)" title="Notation (Musik)">Notationsform</a> steht.</li>
<li>Die <a href="Quellenkunde" class="mw-redirect" title="Quellenkunde">Quellenkunde</a> erschließt mit Hilfe <a href="Philologie" title="Philologie">philologischer</a>, ikonografischer und <a href="Diplomatik" title="Diplomatik">diplomatischer</a> Verfahren Primär- und Sekundärquellen zur Musikgeschichte.</li>
<li>Die <a href="Biografie" title="Biografie">Biografik</a>, im 19.&nbsp;Jahrhundert eines der hauptsächlichen Forschungsfelder in den Kulturwissenschaften, beschreibt das Leben von Personen, deren Schaffen bedeutsam für die Musikgeschichte ist.</li>
<li>Die <a href="Tonsatz" title="Tonsatz">Satzkunde</a> analysiert musikalische Strukturmerkmale wie z.&nbsp;B. <a href="Harmonik" title="Harmonik">Harmonik</a>, <a href="Rhythmus_(Musik)" title="Rhythmus (Musik)">Rhythmik</a>, <a href="Kontrapunkt" title="Kontrapunkt">Kontrapunkt</a>, <a href="Formenlehre_(Musik)" title="Formenlehre (Musik)">Form</a> oder <a href="Melodik" title="Melodik">Melodik</a>. Ihre <a href="Komposition_(Musik)" title="Komposition (Musik)">kompositionsgeschichtliche</a> Forschung ergibt Aussagen über die geschichtliche Entwicklung der <a href="Musiktheorie" title="Musiktheorie">Musiktheorie</a>.</li>
<li>Die <a href="Terminologielehre" title="Terminologielehre">Terminologie</a> deutet und definiert Fachbegriffe, die der Beschreibung von Musik und der Kommunikation über sie dienen. Sie zielt auf die sachliche Klärung und trägt zur allgemeinen Verständigung über Fragen der Musik bei.</li>
<li>Die <a href="Stilkunde" title="Stilkunde">Stilkunde</a> untersucht analog zu anderen Kulturwissenschaften Merkmale von Musik, die über einzelne Werke hinaus Gültigkeit besitzen, um <a href="Epoche_(Musik)" class="mw-redirect" title="Epoche (Musik)">epochen</a>- und <a href="Genre" title="Genre">genrespezifische</a> Eigenheiten herauszuarbeiten bzw. einen Personal-, Gruppen-, Gattungs-, Regional- oder Nationalstil zu charakterisieren.</li></ul>
<p>Wichtige Hilfsdisziplinen sind:
</p>
<ul><li><a href="Altertumskunde" class="mw-redirect" title="Altertumskunde">Altertumskunde</a> und <a href="Fr%C3%BChgeschichte" title="Frühgeschichte">Frühgeschichte</a></li>
<li><a href="Musikarch%C3%A4ologie" title="Musikarchäologie">Musikarchäologie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Systematische_Musikwissenschaft">Systematische Musikwissenschaft</h3></div>
<p>Aus dem ursprünglichen Konzept von Adler (1885) (Stichwort: „Gesetzesmäßigkeiten“) sowie der heutigen internationalen Wissenschaftspraxis geht hervor, dass Gegenstand der systematischen Musikwissenschaft nicht in erster Linie spezifische Erscheinungsformen der Musik wie Stücke, Werke, Aufführungen, Traditionen, Gattungen, Komponisten, Stile, Perioden usw., sondern eher die Musik an sich und musikalische Phänomene im Allgemeinen sind. Um abstrakte, allgemeine Aussagen über Musik zu ermöglichen ist eine „systematische“ Vorgehensweise nötig (Beispiele: <a href="Erkenntnistheorie" title="Erkenntnistheorie">Erkenntnistheorie</a>, <a href="Logik" title="Logik">Logik</a>, <a href="Klassifikation" title="Klassifikation">Klassifikation</a>, <a href="Messung" title="Messung">Messung</a>, <a href="Empirik" class="mw-redirect" title="Empirik">Empirik</a>, statistische Analyse, <a href="Modellierung" class="mw-redirect" title="Modellierung">Modellierung</a>, <a href="Vorhersage" class="mw-redirect" title="Vorhersage">Vorhersage</a>). Die Systematische Musikwissenschaft ist in folgende Einzeldisziplinen gegliedert:
</p>
<ul><li>Die <a href="Musikalische_Akustik" title="Musikalische Akustik">musikalische Akustik</a> untersucht die physikalischen Grundlagen des Schalls, der von Klangerzeugern ausgehend und unter <a href="Raumakustik" title="Raumakustik">raumakustischen</a> Bedingungen unterschiedlich wahrgenommen wird.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Musikphysiologie" title="Musikphysiologie">Musikphysiologie</a> beschäftigt sich einerseits als Stimm- und Gehörphysiologie mit den <a href="Physiologie" title="Physiologie">physiologischen</a> Gegebenheiten von Bau und Funktion des menschlichen <a href="Menschliche_Stimme" title="Menschliche Stimme">Stimm</a>- bzw. Hörapparates (<a href="Ohr" title="Ohr">Ohr</a>, <a href="Nervus_vestibulocochlearis" title="Nervus vestibulocochlearis">Hörnerv</a>, <a href="Auditiver_Cortex" title="Auditiver Cortex">Cortex</a>), andererseits untersucht sie als Physiologie des Instrumentalspiels <a href="Muskel" class="mw-redirect" title="Muskel">Muskelaufbau</a> und <a href="Motorik" title="Motorik">Motorik</a> bei der musikalischen Tätigkeit sowie die psychophysiologischen Vorgänge beim Musizieren. Ihre Ergebnisse fließen gleichermaßen in Musiktherapie wie in musikpädagogische Lehre ein.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die Ton- oder Hörpsychologie befasst sich als eigenständiges Teilgebiet der allgemeinen Musikpsychologie mit psychologischen Vorgängen der <a href="Auditive_Wahrnehmung" title="Auditive Wahrnehmung">auditiven Wahrnehmung</a>, <a href="Psychoakustik" title="Psychoakustik">psychoakustischen</a> Erscheinungen und den Bedingungen, unter denen <a href="Reiz" title="Reiz">Reize</a> aufgenommen, verarbeitet und beantwortet werden.</li>
<li>Die <a href="Musikpsychologie" title="Musikpsychologie">Musikpsychologie</a> beschäftigt sich mit den Grundlagen, Bedingungen und Folgen der <a href="Musikwahrnehmung" class="mw-redirect" title="Musikwahrnehmung">Musikwahrnehmung</a> in <a href="Gestaltpsychologie" title="Gestaltpsychologie">gestalt</a>- und in <a href="Kognitionspsychologie" title="Kognitionspsychologie">kognitionspsychologischer</a> Hinsicht. Sie untersucht sowohl Reaktionen auf elementare <a href="Parameter_(Musik)" title="Parameter (Musik)">Parameter</a> (<a href="Tonh%C3%B6he" title="Tonhöhe">Tonhöhe</a>, <a href="Lautst%C3%A4rke" title="Lautstärke">Lautstärke</a> usw.) als auch komplexe Erscheinungen wie <a href="Musikalit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Musikalität">Musikalität</a> und die daraus entstehenden Folgen für die Musikwahrnehmung. Dazu bedient sie sich u.&nbsp;a. <a href="Statistik" title="Statistik">statistischer</a> und <a href="Informatik" title="Informatik">informatischer</a> Arbeitstechniken.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Musiktherapie" title="Musiktherapie">Musiktherapie</a> untersucht die Möglichkeiten der Nutzung der Musik zur Verbesserung der Gesundheit und zur Heilung von Krankheiten.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Musiksoziologie" title="Musiksoziologie">Musiksoziologie</a> untersucht mit Hilfe <a href="Soziologie" title="Soziologie">soziologischer</a> Methoden die Beziehungen zwischen Musik und <a href="Gesellschaft_(Soziologie)" title="Gesellschaft (Soziologie)">Gesellschaft</a> sowie den in ihr vorhandenen <a href="Institution" title="Institution">Institutionen</a>, um kausale Zusammenhänge der wechselseitigen Beeinflussung zu erkennen. Gegenstände dieser Teildisziplin sind das musikalische Schaffen und seine <a href="Kunstrezeption" class="mw-redirect" title="Kunstrezeption">Rezeption</a>, die mit den Mitteln der <a href="Sozialwissenschaft" class="mw-redirect" title="Sozialwissenschaft">Sozialwissenschaft</a> analysiert werden. Die häufige Überschneidung mit anderen Wissenschaften ergibt eine Verflechtung zu anderen Teildisziplinen, z.&nbsp;B. zur Musikpsychologie bei <a href="Sozialpsychologie" title="Sozialpsychologie">sozialpsychologischen</a> Fragestellungen oder zur <a href="Ethnosoziologie" title="Ethnosoziologie">Ethnosoziologie</a> bei Gegenständen außerhalb des westlich-europäischen Kulturraums.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Musikphilosophie" class="mw-redirect" title="Musikphilosophie">Musikphilosophie</a> als Element der Systematik und bestimmend für ihre geisteswissenschaftliche Ausrichtung untersucht die Frage nach dem <a href="Wesen_(Philosophie)" title="Wesen (Philosophie)">Wesen</a> der Musik. Neben <a href="Ontologie" title="Ontologie">ontologischen</a> und <a href="%C3%84sthetik" title="Ästhetik">ästhetischen</a> Aspekten der anderen musikwissenschaftlichen Teilbereiche reflektiert sie Form, Sinn, Bedeutung und kommunikative Strukturen der Musik zunehmend mit <a href="Semiotik" title="Semiotik">semiotischen</a> Mitteln.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Die <a href="Musik%C3%A4sthetik" title="Musikästhetik">Musikästhetik</a> beschäftigt sich mit den Grundlagen der sinnlichen Erkenntnis der Musik, des <i>Schönen</i> in der Musik sowie dem Verstehen und Bewerten von Musik vor dem Hintergrund ihres jeweiligen historischen Kontextes. Ursprünglich ein Teilgebiet der Philosophie, etablierte sich die Musikästhetik mit Theodor W. Adorno auch als Teilgebiet auch innerhalb der Musikwissenschaft.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<p>Allerdings ist diese Untergliederung der Systematischen Musikwissenschaft umstritten: <a href="Roland_Eberlein" title="Roland Eberlein">Roland Eberlein</a> und andere verstehen die musikalische Akustik, die Musikphysiologie, die Hörpsychologie, die Musikpsychologie und die Musiksoziologie nicht als Teildisziplinen der Systematischen Musikwissenschaft, sondern als Teile der <a href="Physiologie" title="Physiologie">Physiologie</a>, der <a href="Akustik" title="Akustik">Akustik</a>, <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a> und <a href="Soziologie" title="Soziologie">Soziologie</a>, welche von der Systematischen Musikwissenschaft rezipiert und mit Erkenntnissen der Historischen Musikwissenschaft oder Musikethnologie in Verbindung gebracht werden, um Theorien erstellen zu können, mit denen Aspekte von Musik erklärt werden können.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Da dafür die Systeme beschrieben werden müssen, welche die jeweilige Musik hervorbringen, schlug <a href="Jobst_Fricke" title="Jobst Fricke">Jobst Fricke</a> vor, den möglicherweise missverständlichen Namen „Systematische Musikwissenschaft“ in „Systemische Musikwissenschaft“ zu ändern.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kognitive_Musikwissenschaft">Kognitive Musikwissenschaft</h3></div>
<p>Für eine Systematische Musikwissenschaft, die mit dem Forschungsansatz der <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitionswissenschaft</a> nach einer Theorie der Musik sucht, gebraucht im deutschsprachigen Raum <a href="Uwe_Seifert" title="Uwe Seifert">Uwe Seifert</a> die Bezeichnung „Kognitive Musikwissenschaft“.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei diesem Ansatz steht die Erforschung der neurologischen und neurovegetativen Wirkungen von Musik im Mittelpunkt. Die Kognitive Musikwissenschaft stützt sich in weit höherem Maß als die Musikpsychologie auf Methoden der <a href="Neurowissenschaften" title="Neurowissenschaften">Neurobiologie</a>, <a href="Kognitionswissenschaft" title="Kognitionswissenschaft">Kognitions</a>- und <a href="Informatik" title="Informatik">Computerwissenschaften</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musikethnologie,_Ethnomusikologie_und_Vergleichende_Musikwissenschaft"><span id="Musikethnologie.2C_Ethnomusikologie_und_Vergleichende_Musikwissenschaft"></span>Musikethnologie, Ethnomusikologie und Vergleichende Musikwissenschaft</h3></div>

<p>Seit <a href="Jaap_Kunst" title="Jaap Kunst">Jaap Kunst</a> 1950 das englische Wort <i>ethnomusicology</i> einführte, wurden im Deutschen die Begriffe <i><a href="Musikethnologie" title="Musikethnologie">Musikethnologie</a></i> oder <i>Ethnomusikologie</i> neben der Bezeichnung <i>Vergleichenden Musikwissenschaft</i> angewandt. Das Fachgebiet beschäftigt sich mit Musik außerhalb der westlichen <a href="Kunstmusik" title="Kunstmusik">Kunstmusik</a>.
</p><p>Übrig bleibt die <a href="Europa" title="Europa">europäische</a> <a href="Volksmusik" title="Volksmusik">Volksmusik</a>, die Musik der außereuropäischen <a href="Naturvolk" title="Naturvolk">Naturvölker</a> und die Musikkulturen, die nicht vom europäischen <a href="Abendland" title="Abendland">Abendland</a> abhängig sind, wie zum Beispiel die asiatische Kultur.
</p><p>Historische und systematische Aspekte sind hier streng mit eingegliedert. Die Abkapslung des dritten Zweiges ist jedoch wichtig, da hier die verschiedenen Kulturen verschiedene Anforderungen stellen. So gibt es nicht in jeder Kultur den Begriff der „Musik“. Und wo fängt für die Wissenschaft „Musik“ überhaupt an? Oft bringt hier nur die <a href="Feldforschung" title="Feldforschung">Feldforschung</a> die Wissenschaft voran, wo das tägliche Leben der Menschen in möglichst unveränderter Form beobachtet wird. Die wichtigsten Forschungsbereiche sind:
</p>
<ul><li>Musik im Kontext von <a href="Urbanit%C3%A4t" title="Urbanität">Urbanität</a></li>
<li>Musik im Kontext von <a href="Migration" title="Migration">Migration</a></li>
<li>Musik im alltagsfunktionalen Kontext (<a href="Liturgie" title="Liturgie">Liturgie</a>, <a href="Tanzmusik" title="Tanzmusik">Tanzmusik</a>, <a href="Filmmusik" title="Filmmusik">Filmmusik</a>, Musik und Werbung usw.)</li>
<li><a href="Musikinstrumentenkunde" title="Musikinstrumentenkunde">Instrumentenkunde</a></li>
<li>Musik und <a href="Religion" title="Religion">Religion</a></li>
<li><a href="Rockmusik" title="Rockmusik">Rock-</a> und <a href="Popmusik" title="Popmusik">Popmusik</a> sowie <a href="Jazz" title="Jazz">Jazz</a> und ihre Subsysteme</li>
<li><a href="Jugendsubkultur" class="mw-redirect" title="Jugendsubkultur">Jugendsubkulturen</a></li>
<li><a href="Ikonografie" title="Ikonografie">Ikonografie</a> im Hinblick auf sonische Ausdrucksformen</li>
<li><a href="Ethnomethodologie" title="Ethnomethodologie">Ethnomethodologie</a> und als Ableitung aus dieser Methodik ethnomethodologische <a href="Musikp%C3%A4dagogik" title="Musikpädagogik">Musikpädagogik</a>, die mit den Methoden der quantitativen und qualitativen <a href="Sozialforschung" class="mw-redirect" title="Sozialforschung">Sozialforschung</a> arbeitet</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Populäre_Musik"><span id="Popul.C3.A4re_Musik"></span>Populäre Musik</h3></div>
<p>Die <a href="Popul%C3%A4re_Musik" title="Populäre Musik">populäre Musik</a> wird von der <a href="Popularmusikforschung" title="Popularmusikforschung">Popularmusikforschung</a> behandelt. Während sie früher eher der Musikethnologie zugerechnet wurde, ist sie heute entweder eigenständig oder Teil der Systematischen Musikwissenschaft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte_der_Musikwissenschaft">Geschichte der Musikwissenschaft</h2></div>

<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musikalische_Wissenschaften_bis_zur_Aufklärung"><span id="Musikalische_Wissenschaften_bis_zur_Aufkl.C3.A4rung"></span>Musikalische Wissenschaften bis zur Aufklärung</h3></div>

<p>Der in der hellenistischen Antike entwickelte Lehrplan basierte auf den beiden Säulen Musiké und Gymnastik, welche die Bildung des Geistes und des Körpers vermitteln sollten.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Deshalb nahm das Unterrichtsfach Musiké, das sich spätestens seit <a href="Platon" title="Platon">Platon</a> auch mit mathematisch-musikwissenschaftlichen Fragen befasste, in seiner ursprünglichen und weit gefassten Bedeutung einen bevorzugten Platz im antiken Bildungswesen ein. Auch die aus dieser Tradition hervorgegangene <a href="Ars_musica" title="Ars musica">ars musica</a> wandte sich Themenfeldern zu, die heute den Fächern Musikwissenschaft bzw. einem speziellen Forschungszweig der <a href="Musiktheorie" title="Musiktheorie">Musiktheorie</a> zugeordnet werden. In der mittelalterlich-universitären Ausbildung wurde der ars musica – als einer der vier mathematischen Künste (Quadrivium) der septem <a href="Artes_liberales" class="mw-redirect" title="Artes liberales">artes liberales</a> – jedoch lediglich der Platz eines propädeutischen Faches der <a href="Philosophie" title="Philosophie">Philosophie</a> zugewiesen. Letztere galt wiederum seit dem Mittelalter als <a href="Philosophia_ancilla_theologiae" title="Philosophia ancilla theologiae">ancilla theologiae</a> und nahm als untere Fakultät gegenüber der höchsten Theologischen Fakultät nur eine dienende Funktion im christlich-abendländischen Bildungswesen ein. Das blieb nicht ohne Folgen für die ars musica, die sich gegenüber der Theologie mit einschlägigen Bibelzitaten hinsichtlich ihrer geistesgeschichtlichen Relevanz zu rechtfertigen versuchte.
Eine endgültige Emanzipation der Philosophischen gegenüber den Theologischen Fakultäten fand erst in der Epoche der Aufklärung ab etwa 1740 statt,<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wobei die Musik inzwischen aus dem Kanon der universitären Ausbildung herausgefallen war.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland_im_18._Jahrhundert">Deutschland im 18. Jahrhundert</h3></div>
<p><a href="Lorenz_Christoph_Mizler" title="Lorenz Christoph Mizler">Lorenz Christoph Mizlers</a> <a href="Correspondierende_Societ%C3%A4t_der_musicalischen_Wissenschaften" title="Correspondierende Societät der musicalischen Wissenschaften">Correspondierende Societät der musicalischen Wissenschaften</a> (1738–1761) gilt als erste musikwissenschaftliche Gesellschaft. Mizler war mit seinen von 1736 bis 1742 gehaltenen Vorlesungen an der Leipziger Universität der erste Hochschullehrer, der nach dem Verfall der ars-musica-Tradition das Fach Musikwissenschaft gemäß einem von ihm vorgelegten Lehrplan an einer Universität unterrichtete.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es war seine erklärte Absicht, „die musikalischen Wissenschaften, so wohl was die Historie anbelanget, als auch was aus der Weltweisheit, Mathematik, Redekunst und Poesie dazu gehöret, so viel als möglich ist, in vollkommenen Stand zu setzen.“<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der Folgezeit knüpfte die jetzt wieder an den Philosophischen Fakultäten betriebene Musikwissenschaft nicht mehr an der <i>edlen Music-Kunst Würde</i> (Werckmeister 1691) des antiken Musikbegriffs an, sondern wandte sich vornehmlich anderen Aufgabenfeldern zu.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zeit_der_Weimarer_Republik">Zeit der Weimarer Republik</h3></div>
<p>Als universitäre Disziplin sah sich die Musikwissenschaft in der Zeit der <a href="Weimarer_Republik" title="Weimarer Republik">Weimarer Republik</a> zunehmend in die Ecke gedrängt. Sie wurde konfrontiert mit Vorwürfen des „Elitarismus“ und eines „Elfenbeinturm-Daseins“.<sup id="cite_ref-potter-56_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-potter-56-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Darüber hinaus musste sie ihre Nützlichkeit für die Gesellschaft unter Beweis stellen und eine „aktivere Rolle in der Gesellschaft spielen.“<sup id="cite_ref-potter-56_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-potter-56-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Besonders die Doppelerfahrung zahlreicher Musikwissenschaftler als Akademiker im Hochschulbetrieb als auch Praktiker im Bereich der Musik bzw. der Musikerziehung, war für diese Legitimation von besonderer Bedeutung und ermöglichte auf lange Sicht in einigen Fällen einen nahtlosen Übergang in das nationalsozialistische System.<sup id="cite_ref-potter-56_19-2" class="reference"><a href="#cite_note-potter-56-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Musikwissenschaft war 1918 zu Beginn der Weimarer Republik eine relativ junge akademische Disziplin, jedoch waren es die Vorarbeiten von namhaften Musikwissenschaftlern der ersten Generation wie z.&nbsp;B. <a href="Hermann_Kretzschmar_(Musikwissenschaftler)" title="Hermann Kretzschmar (Musikwissenschaftler)">Hermann Kretzschmar</a>, <a href="Guido_Adler_(Musikwissenschaftler)" title="Guido Adler (Musikwissenschaftler)">Guido Adler</a>, <a href="Erich_von_Hornbostel" class="mw-redirect" title="Erich von Hornbostel">Erich von Hornbostel</a>, <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> und vielen anderen, die Pionierarbeit auf den Gebieten der Historischen, Systematischen und Vergleichenden Musikwissenschaft leisteten. So hatten „deutsche und österreichische Wissenschaftler in Forschung und Methodologie bahnbrechend gewirkt.“<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die sogenannten „Denkmäler deutscher Tonkunst“ galten in der Spätphase der wilhelminischen Epoche als Prestigeprojekt, um einerseits den Wert der deutschen Musik zu belegen und gleichzeitig die Musikwissenschaft als akademisches Fach zu legitimieren und deren Nützlichkeit für die Bevölkerung unter Beweis zu stellen. Als „‚Erzieher‘ hatten sie die Aufgabe, das deutsche Volk über sein musikalisches Erbe und seine musikalische Stärke aufzuklären.“<sup id="cite_ref-potter-56_19-3" class="reference"><a href="#cite_note-potter-56-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Trotz all dieser Bemühungen konnte die Musikwissenschaft während der Weimarer Republik nie eine bedeutsame kulturpolitische Position einnehmen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</h3></div>
<p>→ Siehe auch:
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<ul><li><a href="Musik_im_Nationalsozialismus" title="Musik im Nationalsozialismus">Musik im Nationalsozialismus</a></li>
<li><a href="Liste_der_vom_NS-Regime_oder_seinen_Verb%C3%BCndeten_verfolgten_Komponisten" title="Liste der vom NS-Regime oder seinen Verbündeten verfolgten Komponisten">Liste der vom NS-Regime oder seinen Verbündeten verfolgten Komponisten</a></li>
<li>Kategorie:Musikwissenschaftler (Nationalsozialismus)</li></ul>
<p>Noch immer nicht vollständig erforscht ist die Rolle der Musikwissenschaft im <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialismus</a> und im sogenannten <a href="Drittes_Reich" title="Drittes Reich">Dritten Reich</a>. Nach der Zwangsentlassung jüdischer Wissenschaftler übernahmen vielerorts überzeugte NSDAP-Mitglieder oder Gesinnungsgenossen die Institute und führten sie als willige Kunstvollstrecker im Sinne des Regimes. So fälschte etwa der Musikwissenschaftler <a href="Wolfgang_Boetticher" title="Wolfgang Boetticher">Wolfgang Boetticher</a> als Mitarbeiter im Sonderstab Musik im <a href="Einsatzstab_Reichsleiter_Rosenberg" title="Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg">Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg</a> angebliche Briefe von <a href="Robert_Schumann" title="Robert Schumann">Schumann</a> an <a href="Felix_Mendelssohn_Bartholdy" title="Felix Mendelssohn Bartholdy">Mendelssohn</a> im Sinne der <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">nationalsozialistischen</a> Ideologie. Die Musikwissenschaftler <a href="Theophil_Stengel" title="Theophil Stengel">Theophil Stengel</a> und <a href="Herbert_Gerigk" title="Herbert Gerigk">Herbert Gerigk</a> veröffentlichten das rassistische <a href="Lexikon_der_Juden_in_der_Musik" title="Lexikon der Juden in der Musik">Lexikon der Juden in der Musik</a>. Seit 1914 überzog der <a href="Judenfeindlichkeit" class="mw-redirect" title="Judenfeindlichkeit">Antisemitismus</a> in Deutschland auch das Werk <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Georg Friedrich Händels</a>, indem seine Oratorien von Musikwissenschaftlern „<a href="Arisierung" title="Arisierung">arisiert</a>“ wurden: <i><a href="Israel_in_Egypt" title="Israel in Egypt">Israel in Egypt</a></i> wurde in <i>Mongolensturm</i> umbenannt, und <i>Judas Maccabaeus</i> – zunächst in <i>Der Feldherr</i> umfirmiert&nbsp;– kam von 1933 bis 1945 nur noch unter dem Titel <i>Wilhelm von Nassau</i> zur Aufführung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Musikverlage">Musikverlage</h4></div>
<p>Auch deutsche Musikverlage brachten musikhistorische Schriften auf den Markt, welche die Stimmung dieser Zeit verstärkten. 1939 verlegte <a href="Breitkopf_%26_H%C3%A4rtel" title="Breitkopf &amp; Härtel">Breitkopf &amp; Härtel</a>, siebzig Jahre nach ihrem Ersterscheinen, <a href="Richard_Wagner" title="Richard Wagner">Richard Wagners</a> antisemitische Schrift <i><a href="Das_Judenthum_in_der_Musik" title="Das Judenthum in der Musik">Das Judenthum in der Musik</a></i>.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Grundsätzlich spricht Richard Wagner jüdischen Künstlern jede Form von Originalität ab: Juden mögen ihr Handwerk virtuos beherrschen, das Ergebnis werde aber immer Täuschung, ja Lüge sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Reichsmusiktage">Reichsmusiktage</h4></div>
<p>Auf den <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktagen</a> kamen viele Aspekte der Musik zur Sprache. Auch die Musikwissenschaft hatte ihr eigenes Format.
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Musikwissenschaftliche_Tagung_1938" title="Musikwissenschaftliche Tagung 1938">Musikwissenschaftliche Tagung 1938</a></i></div>
<p>Bei der Eröffnung der Musikwissenschaftliche Tagung 1938, der größten Musiktagung des <a href="Deutsches_Reich_1933_bis_1945" class="mw-redirect" title="Deutsches Reich 1933 bis 1945">nationalsozialistischen Deutschlands</a>, behauptete Propagandaminister <a href="Joseph_Goebbels" title="Joseph Goebbels">Joseph Goebbels</a>, dass Musik die ruhmreichste Kunst des deutschen Erbes sei. Es war zugleich die erste für die Öffentlichkeit sichtbare musikwissenschaftliche Tagung im NS-Staat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Biographien_zwischen_1933_und_1945">Biographien zwischen 1933 und 1945</h4></div>
<p>Die Geschichte der Musikwissenschaft in jener Zeit wird sichtbar in den Lebensläufen wichtiger Vertreter des Faches:
</p>
<ul><li>Der Musikwissenschaftler <a href="Joseph_M%C3%BCller-Blattau" title="Joseph Müller-Blattau">Joseph Müller-Blattau</a> übernahm eine Professur für Musikwissenschaft in <a href="Frankfurt_am_Main" title="Frankfurt am Main">Frankfurt am Main</a>. Seit 1933 SA-Mitglied, forschte er für die <a href="Forschungsgemeinschaft_Deutsches_Ahnenerbe" title="Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe">Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe</a> der <a href="Schutzstaffel" title="Schutzstaffel">SS</a> über das Germanische Erbe in der deutschen Tonkunst. 1936 spielte er eine unrühmliche Rolle bei der Entfernung von <a href="Wilibald_Gurlitt" title="Wilibald Gurlitt">Wilibald Gurlitt</a> durch den nationalsozialistischen Rektor der <a href="Albert-Ludwigs-Universit%C3%A4t_Freiburg" title="Albert-Ludwigs-Universität Freiburg">Albert-Ludwigs-Universität Freiburg</a> im Breisgau. 1937 wurde er zum Nachfolger Gurlitts berufen. Gemeinsam mit dem <a href="Tenor" title="Tenor">Tenor</a> <a href="Reinhold_Hammerstein" title="Reinhold Hammerstein">Reinhold Hammerstein</a> nahm Blattau, der selbst <a href="Bariton" title="Bariton">Bariton</a> sang, für den Rundfunk <a href="Kampflied" title="Kampflied">Kampflieder</a> auf, wie „Erde schafft das Neue“ und „Heilig Vaterland“ von <a href="Heinrich_Spitta_(Komponist)" title="Heinrich Spitta (Komponist)">Heinrich Spitta</a> oder „Es dröhnt der Marsch der Kolonne“ von H. Napiersky u. a.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1941 wurde er an die <a href="Reichsuniversit%C3%A4t_Stra%C3%9Fburg" title="Reichsuniversität Straßburg">Reichsuniversität Straßburg</a> berufen.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Robert_Lach" title="Robert Lach">Robert Lach</a> war ein Mitglied der <a href="B%C3%A4renh%C3%B6hle_(Antisemitismus)" title="Bärenhöhle (Antisemitismus)">„Bärenhöhle“</a>, einer <a href="Antisemitismus_(bis_1945)" class="mw-redirect" title="Antisemitismus (bis 1945)">antisemitischen</a> universitären Geheimclique.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In einem Brief aus dem Jahr 1933 schreibt er: „Wer hätte vor drei Jahren zu hoffen gewagt, dass die Macht des Judentums so plötzlich und schnell gebrochen werden würde, wie dies Gottlob jetzt wenigstens in Deutschland … der Fall ist.“ Lach verzögerte zudem aufgrund rassistischer Motive die Ernennung von <a href="Egon_Wellesz" title="Egon Wellesz">Egon Wellesz</a>. Gleichzeitig lehnte er <a href="Paul_Nettl" title="Paul Nettl">Paul Nettl</a> als Gutachter ab, weil dieser ein „<a href="Volljude" class="mw-redirect" title="Volljude">Volljude</a> von reinstem Schlage“ gewesen sei.</li></ul>
<ul><li><a href="Friedrich_Blume_(Musikwissenschaftler)" title="Friedrich Blume (Musikwissenschaftler)">Friedrich Blume</a> hielt 1938 bei den ersten <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktagen</a> das Grundsatzreferat <i>Musik und Rasse – Grundlagen einer musikalischen Rasseforschung</i>.</li></ul>
<ul><li><a href="Heinrich_Besseler" title="Heinrich Besseler">Heinrich Besseler</a>, Mitglied der <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a> und der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a>, forderte bei den Musiktagen der <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">Hitlerjugend</a> in Erfurt, „daß die Musikpflege der Universität vom Geist des neuen <a href="Vorw%C3%A4rts!_Vorw%C3%A4rts!_schmettern_die_hellen_Fanfaren" title="Vorwärts! Vorwärts! schmettern die hellen Fanfaren">HJ-Liedes</a> durchdrungen werden müsse“.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Werner_Danckert" title="Werner Danckert">Werner Danckert</a> wurde 1937 Mitglied der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> und Professor an der <a href="Musikhochschule_Weimar" class="mw-redirect" title="Musikhochschule Weimar">Musikhochschule Weimar</a>.<sup id="cite_ref-Klee106_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-Klee106-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sodann arbeitete Danckert auch als Mitarbeiter der <i>Hauptstelle Musik</i> im <a href="Amt_Rosenberg" title="Amt Rosenberg">Amt Rosenberg</a>. An den <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktagen</a> in Düsseldorf 1938<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> hielt er einen Vortrag über <i>Volkstum, Stammesart, Rasse im Lichte der Volkstumsforschung</i>.<sup id="cite_ref-Klee106_26-1" class="reference"><a href="#cite_note-Klee106-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1939 publizierte er das Buch <i>Die ältesten Spuren germanischer Volksmusik</i>.<sup id="cite_ref-Klee106_26-2" class="reference"><a href="#cite_note-Klee106-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1943 erhielt er als Nachfolger von <a href="Herbert_Birtner" title="Herbert Birtner">Herbert Birtner</a> einen Lehrstuhl in Graz und eine apl. Professur in Berlin.<sup id="cite_ref-Klee106_26-3" class="reference"><a href="#cite_note-Klee106-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Fritz_Bose" title="Fritz Bose">Fritz Bose</a> habilitierte sich 1939 mit der Arbeit „Klangstile als Rassenmerkmale“.</li></ul>
<ul><li><a href="Karl_Gustav_Fellerer" title="Karl Gustav Fellerer">Karl Gustav Fellerer</a> schrieb für die NS-Zeitschrift <i><a href="Musik_im_Kriege" title="Musik im Kriege">Musik im Kriege</a></i> und pflegte große Nähe zum Nationalsozialismus, auch wenn er erst 1941 in die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> eintrat.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Rudolf_Gerber_(Musikwissenschaftler)" title="Rudolf Gerber (Musikwissenschaftler)">Rudolf Gerber</a>, der in der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> bereits 1935 mit einem Aufsatz über die <i>Aufgaben der Musikwissenschaft im <a href="Drittes_Reich" title="Drittes Reich">Dritten Reich</a></i> in der <a href="Neue_Zeitschrift_f%C3%BCr_Musik" title="Neue Zeitschrift für Musik">Zeitschrift für Musik</a> hervorgetreten war,<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wurde auf Antrag vom 17. Oktober 1937 rückwirkend zum 1. Mai 1937 in die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.863.193). Auf der Musikwissenschaftlichen Tagung im Rahmen der <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktage</a> hielt er am 26. Mai 1938 einen Vortrag über <i>Volkstum und Rasse in der Persönlichkeit und Kunst von <a href="Johannes_Brahms" title="Johannes Brahms">Johannes Brahms</a></i>.</li></ul>
<ul><li><a href="Kurt_Gudewill" title="Kurt Gudewill">Kurt Gudewill</a> trat der <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> schon am 1. November 1929 („<a href="Alter_K%C3%A4mpfer" title="Alter Kämpfer">Alter Kämpfer</a>“) bei. Er gehörte der <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a> (ab 1933), der <a href="Hitlerjugend" title="Hitlerjugend">HJ</a> (ab 1940) und dem <a href="NS-Dozentenbund" class="mw-redirect" title="NS-Dozentenbund">NS-Dozentenbund</a> (ab 1942) an. Auf Vermittlung eines Musikerkollegen der Semlerschen Kapelle in Itzehoe bewarb sich der <a href="Milit%C3%A4rmusik" title="Militärmusik">Militärmusik</a> begeisterte Gudewill um 1933/34<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> erfolgreich auf die Stelle des zweiten<sup id="cite_ref-Gudewill_31-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gudewill-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Tenorhorn" title="Tenorhorn">Tenorhornisten</a> im Musikzug der Heider SA-Standarte 85 „Dithmarschen“. Diese war während der <a href="Novemberpogrome_1938" title="Novemberpogrome 1938">Novemberpogrome 1938</a> entscheidend an der Zerstörung der <a href="Synagoge_(Friedrichstadt)" title="Synagoge (Friedrichstadt)">Synagoge</a> in <a href="Friedrichstadt" title="Friedrichstadt">Friedrichstadt</a> beteiligt.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Machwerk <i><a href="Lexikon_der_Juden_in_der_Musik" title="Lexikon der Juden in der Musik">Lexikon der Juden in der Musik</a></i>, eine Veröffentlichung des <a href="Institut_zur_Erforschung_der_Judenfrage" title="Institut zur Erforschung der Judenfrage">Instituts der NSDAP zur Erforschung der Judenfrage</a> von 1940, besprach Gudewill wohlwollend in einer Rezension.</li></ul>
<ul><li>Von 1935 bis 1942 war <a href="Max_Seiffert" title="Max Seiffert">Max Seiffert</a> Direktor des Staatlichen Instituts für deutsche Musikforschung, das er bereits seit 1921 kommissarisch als „Fürstliches Forschungsinstitut für Musikwissenschaft“ in <a href="B%C3%BCckeburg" title="Bückeburg">Bückeburg</a> geleitet hatte. Sein Nachfolger wurde <a href="Hans_Albrecht_(Musikwissenschaftler)" title="Hans Albrecht (Musikwissenschaftler)">Hans Albrecht</a>, der das Institut bis zu dessen Schließung 1944 leitete. In den Jahren des Dritten Reichs erlebte das Institut einen Aufschwung, da die meisten Musikwissenschaftler, soweit sie nicht emigriert waren, bereitwillig den Nationalsozialismus unterstützten. Zuvor war Albrecht im <a href="Reichsministerium_f%C3%BCr_Volksaufkl%C3%A4rung_und_Propaganda" title="Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda">Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda</a>, wo er bis 1939 Referent in der Abteilung X (Musik) war.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Walter_Wiora" title="Walter Wiora">Walter Wiora</a> beantragte am 19. Mai 1937 die Aufnahme in die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">NSDAP</a> (<a href="Liste_der_NSDAP-Mitgliedsnummern" class="mw-redirect" title="Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern">Mitgliedsnummer</a> 4.715.785).<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Klee669_35-0" class="reference"><a href="#cite_note-Klee669-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1940 schrieb er einen Beitrag zur Volksliedforschung in <a href="Alfred_Rosenberg" title="Alfred Rosenberg">Alfred Rosenbergs</a> Zeitschrift „Die Musik“ unter dem Titel: „Die Molltonart im Volkslied der Deutschen in Polen und im polnischen Volkslied“.<sup id="cite_ref-Klee669_35-1" class="reference"><a href="#cite_note-Klee669-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wiora wurde 1941 <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitiert</a> und 1942 Dozent an der <a href="Reichsuniversit%C3%A4t_Posen" title="Reichsuniversität Posen">Reichsuniversität Posen</a>.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig war er als <a href="Musikkritiker" title="Musikkritiker">Musikkritiker</a> für die Zeitschrift „<a href="Das_Reich" title="Das Reich">Das Reich</a>“ tätig.</li></ul>
<p>Einige akademische Musikwissenschaftler, unter anderem <a href="Herbert_Birtner" title="Herbert Birtner">Herbert Birtner</a>, <a href="Gotthold_Frotscher" title="Gotthold Frotscher">Gotthold Frotscher</a>, <a href="Wilhelm_Heinitz" title="Wilhelm Heinitz">Wilhelm Heinitz</a>, <a href="Felix_Krueger" title="Felix Krueger">Felix Krueger</a> (Musikpsychologe), <a href="Arthur_Pr%C3%BCfer" title="Arthur Prüfer">Arthur Prüfer</a> und <a href="Hermann_Stephani" title="Hermann Stephani">Hermann Stephani</a>, hatten im November 1933 das <a href="Bekenntnis_der_Professoren_an_den_deutschen_Universit%C3%A4ten_und_Hochschulen_zu_Adolf_Hitler" class="mw-redirect" title="Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler">Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler</a> unterzeichnet.
</p><p>Wieder andere waren unter den Schutz der <a href="Gottbegnadeten-Liste" title="Gottbegnadeten-Liste">Gottbegnadeten-Liste</a> gestellt, eine im August 1944 in der Endphase des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> im <a href="Reichsministerium_f%C3%BCr_Volksaufkl%C3%A4rung_und_Propaganda" title="Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda">Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda</a> unter <a href="Joseph_Goebbels" title="Joseph Goebbels">Joseph Goebbels</a> zusammengestellten Liste deutscher Künstler und Wissenschaftler, die dem <a href="NS-Staat" title="NS-Staat">nationalsozialistischen Regime</a> wichtig erschienen und daher von diesem unter besonderen Schutz gestellt wurden. Dazu gehörten unter anderem die Musikwissenschaftler <a href="Wilhelm_Heinitz" title="Wilhelm Heinitz">Wilhelm Heinitz</a>, <a href="Werner_Neumann_(Musikwissenschaftler)" title="Werner Neumann (Musikwissenschaftler)">Werner Neumann</a> und zeitweise <a href="Heinrich_Strobel" title="Heinrich Strobel">Heinrich Strobel</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Entartete_Musik">Entartete Musik</h4></div>
<p>Der Begriff <a href="Entartete_Musik" title="Entartete Musik">Entartete Musik</a> (analog zu <i><a href="Entartete_Kunst" title="Entartete Kunst">Entartete Kunst</a></i>) bezeichnete während der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> vor allem die musikalische Moderne, die nicht der <a href="Ideologie" title="Ideologie">Ideologie</a> der Nationalsozialisten entsprach. Begleitend zu den <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktagen</a> im Mai 1938 in <a href="D%C3%BCsseldorf" title="Düsseldorf">Düsseldorf</a> – bei deren Kulturpolitischer Kundgebung <a href="Richard_Strauss" title="Richard Strauss">Richard Strauss</a> sein <i>Festliches Präludium</i> (1913) dirigierte – organisierte <a href="Hans_Severus_Ziegler" title="Hans Severus Ziegler">Hans Severus Ziegler</a> in Anlehnung an die Münchner „<a href="Entartete_Kunst_(Ausstellung)" title="Entartete Kunst (Ausstellung)">Ausstellung Entartete Kunst</a>“ von 1937 die Ausstellung „Entartete Musik“, in der er gegen <a href="Jazz" title="Jazz">Jazz</a>, <a href="Neue_Musik" title="Neue Musik">Neue Musik</a> und jüdische Künstler und Komponisten polemisierte und deren Entfernung er aus dem deutschen Musikleben forderte. Komponisten der <a href="Moderne" title="Moderne">Moderne</a> wurden als so genannte Vertreter der <i>Entarteten Musik</i> oder auch der „<a href="Negermusik" title="Negermusik">Negermusik</a>“ verunglimpft, verfemt und politisch verfolgt, darunter „<a href="Juden" title="Juden">nicht-arische</a>“ Künstler wie <a href="Arnold_Sch%C3%B6nberg" title="Arnold Schönberg">Arnold Schönberg</a>, <a href="Ernst_Krenek" title="Ernst Krenek">Ernst Krenek</a>, <a href="Kurt_Weill" title="Kurt Weill">Kurt Weill</a>, <a href="Hanns_Eisler" title="Hanns Eisler">Hanns Eisler</a>, <a href="Franz_Schreker" title="Franz Schreker">Franz Schreker</a>, <a href="Erwin_Schulhoff" title="Erwin Schulhoff">Erwin Schulhoff</a> und <a href="Ernst_Toch" title="Ernst Toch">Ernst Toch</a>, aber auch „arische“ Komponisten wie <a href="Anton_Webern" title="Anton Webern">Anton Webern</a>, <a href="Paul_Hindemith" title="Paul Hindemith">Paul Hindemith</a> und <a href="Igor_Strawinsky" title="Igor Strawinsky">Igor Strawinsky</a>. Auch die Werke bereits verstorbener Künstler wie <a href="Alban_Berg" title="Alban Berg">Alban Berg</a> waren betroffen.
</p><p>Der Musikwissenschaftler <a href="Peter_Raabe" title="Peter Raabe">Peter Raabe</a> sorgte als Präsident der <a href="Reichsmusikkammer" title="Reichsmusikkammer">Reichsmusikkammer</a> dafür, dass Vertreter der modernen Musik und vor allem die „nichtarischen“ Musiker entweder erst gar nicht in die RMK aufgenommen oder entlassen wurden. Das bedeutete für die betroffenen Musiker ein existenzbedrohendes Berufsverbot, weil eine Mitgliedschaft in der RMK Voraussetzung für eine Tätigkeit als Künstler war. Insgesamt sind mehr als 3000 von Raabe persönlich unterzeichnete Berufsverbote bekannt. Er war gegen die „Negermusik“ und die moderne Musik eines <a href="Alban_Berg" title="Alban Berg">Alban Berg</a> und <a href="Arnold_Sch%C3%B6nberg" title="Arnold Schönberg">Arnold Schönberg</a>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Weitere Beispiele für nationalsozialistische Musikwissenschaftler sind <a href="Ernst_B%C3%BCcken" title="Ernst Bücken">Ernst Bücken</a>, <a href="Robert_Haas_(Musikwissenschaftler)" title="Robert Haas (Musikwissenschaftler)">Robert Haas</a>, <a href="Werner_Korte" title="Werner Korte">Werner Korte</a> und <a href="Hans_Joachim_Moser" title="Hans Joachim Moser">Hans Joachim Moser</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland_1945–2000"><span id="Deutschland_1945.E2.80.932000"></span>Deutschland 1945–2000</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Last_der_Geschichte">Last der Geschichte</h4></div>

<p>Die deutsche Geschichte aus der <a href="Zeit_des_Nationalsozialismus" title="Zeit des Nationalsozialismus">Zeit des Nationalsozialismus</a> ging auch nach 1945 in den Einrichtungen der Musikwissenschaft nicht spurlos vorbei. Nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> bestimmten viele belastete Musikwissenschaftler den Musikdiskurs sowohl in der <a href="Bundesrepublik_Deutschland" class="mw-redirect" title="Bundesrepublik Deutschland">Bundesrepublik</a> als auch in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">Deutschen Demokratischen Republik</a>. Manche dieser Musikwissenschaftler waren zum Teil bis zum Ende des 20. Jahrhunderts publizistisch tätig.
</p><p>Für die DDR galt nicht nur im Blick auf die Musikwissenschaft: „Auch wenn sich die DDR während ihrer gesamten Existenz in ihrer Herrschaftsideologie ununterbrochen als antifaschistischer Staat legitimierte, sah die Lebenswirklichkeit einer entnazifizierten Gesellschaft grundlegend anders aus. Die SED griff beim Aufbau ihres sozialistischen Staates auch auf Angehörige von nationalsozialistischen Organisationen zurück – und zwar in einem außerordentlich hohen Maße.“<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dies prägte Biographien von Musikwissenschaftlern in beiden deutschen Staaten nach 1945, wie man an ausgewählten Lebensläufen zeigen kann:
</p>
<ul><li><a href="Otto_Emil_Schumann" class="mw-redirect" title="Otto Emil Schumann">Otto Emil Schumann</a> veröffentlichte 1940 „Die Geschichte der deutschen Musik“; in den 1980er Jahren folgten Standardwerke wie „Der große Konzertführer“ und das „Handbuch der Klaviermusik“. Zu den von Otto Schumann auch <i>nach</i> dem Zweiten Weltkrieg geschmähten Komponisten gehörten <a href="Felix_Mendelssohn_Bartholdy" title="Felix Mendelssohn Bartholdy">Felix Mendelssohn Bartholdy</a>, <a href="Gustav_Mahler" title="Gustav Mahler">Gustav Mahler</a>, <a href="Paul_Hindemith" title="Paul Hindemith">Paul Hindemith</a> und <a href="Arnold_Sch%C3%B6nberg" title="Arnold Schönberg">Arnold Schönberg</a>.</li></ul>
<ul><li>Andere Musikwissenschaftler – z.&nbsp;B. <a href="Hans_Schnoor" title="Hans Schnoor">Hans Schnoor</a> – verbreiteten ihre <a href="Antisemitismus" title="Antisemitismus">antisemitischen</a> Ausführungen zu <a href="Felix_Mendelssohn_Bartholdy" title="Felix Mendelssohn Bartholdy">Felix Mendelssohn Bartholdy</a> weiter (Zitat: Mendelssohn, ein „Musikwunder ohne seelische Substanz“).</li></ul>
<ul><li>Als <a href="G%C3%B6sta_Neuwirth" title="Gösta Neuwirth">Gösta Neuwirth</a> Anfang der sechziger Jahre in Wien promovieren wollte und deshalb eine Arbeit zu <a href="Franz_Schreker" title="Franz Schreker">Franz Schreker</a> begann, wurde er vom Wiener Ordinarius für Musikwissenschaft <a href="Erich_Schenk" title="Erich Schenk">Erich Schenk</a> mit den harschen Worten abgefertigt: „Mit Juden gebe ich mich nicht ab!“<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch <a href="Anton_Webern" title="Anton Webern">Anton Webern</a> lehnte Schenk als Dissertationsthema ab. Nachweislich war Schenk seit den <a href="1930er" title="1930er">1930er</a>-Jahren ausgeprägt <a href="Antisemitisch" class="mw-redirect" title="Antisemitisch">antisemitisch</a> eingestellt, eine Haltung, die er bis zu seinem Tod 1974 nicht korrigierte. Im Jahr 1950 wurde er zum Dekan der Philosophischen Fakultät gewählt und 1957 schließlich zum Rektor der <a href="Universit%C3%A4t_Wien" title="Universität Wien">Universität Wien</a>.</li></ul>
<ul><li><a href="Wolfgang_Boetticher" title="Wolfgang Boetticher">Wolfgang Boetticher</a>, 1940 und 1941 beteiligt an der gewaltsamen Konfiszierung jüdischen Eigentums, lehrte bis 1998 an der <a href="Georg-August-Universit%C3%A4t_G%C3%B6ttingen" title="Georg-August-Universität Göttingen">Georg-August-Universität Göttingen</a>. Nach Ende des <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieges</a> wurde Boetticher 1948 Lehrbeauftragter in <a href="G%C3%B6ttingen" title="Göttingen">Göttingen</a>, erhielt 1955 dort an der Universität eine Professur, wurde 1957 Direktor des <i>Musikwissenschaftlichen Instituts Göttingen</i> und war von 1972 bis 1974 <a href="Dekan_(Hochschule)" title="Dekan (Hochschule)">Dekan</a> der Philosophischen Fakultät. An der <a href="Karls-Universit%C3%A4t_Prag" class="mw-redirect" title="Karls-Universität Prag">Karls-Universität Prag</a> hatte er 1963 eine Gastprofessur.</li></ul>
<ul><li><a href="Friedrich_Blume_(Musikwissenschaftler)" title="Friedrich Blume (Musikwissenschaftler)">Friedrich Blume</a> gehörte dem nationalsozialistischen <a href="Kampfbund_f%C3%BCr_deutsche_Kultur" title="Kampfbund für deutsche Kultur">Kampfbund für deutsche Kultur</a> an. Bei der <a href="Musikwissenschaftliche_Tagung_1938" title="Musikwissenschaftliche Tagung 1938">Musikwissenschaftlichen Tagung 1938</a> im Rahmen der <a href="Reichsmusiktage" title="Reichsmusiktage">Reichsmusiktage</a> hielt Blume ein Grundsatzreferat über „Musik und Rasse“; der Vortrag erschien zunächst in <i>Die Musik</i> unter dem Titel <i>Musik und Rasse. Grundfragen einer musikalischen Rasseforschung</i>, später als Buch <i>Das Rasseproblem in der Musik. Entwurf zu einer Methodologie musikwissenschaftlicher Rasseforschung</i>.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1946/47 war er einer der ersten <a href="Rektor#Akademische_Ämter" title="Rektor">Rektoren</a> der <a href="Nachkriegszeit_in_Deutschland" title="Nachkriegszeit in Deutschland">Nachkriegszeit</a>.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1949 war er der Herausgeber der ersten Auflage des Musiklexikons <a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">Die Musik in Geschichte und Gegenwart</a>.</li></ul>
<ul><li><a href="Heinrich_Besseler" title="Heinrich Besseler">Heinrich Besseler</a> folgte einem Ruf an das neueingerichtete Ordinariat für Musikwissenschaft an der <a href="Friedrich-Schiller-Universit%C3%A4t_Jena" title="Friedrich-Schiller-Universität Jena">Friedrich-Schiller-Universität Jena</a>, er erhielt den <a href="Nationalpreis_der_DDR" title="Nationalpreis der DDR">Nationalpreis der DDR</a>.</li></ul>
<ul><li><a href="Walther_Siegmund-Schultze" title="Walther Siegmund-Schultze">Walther Siegmund-Schultze</a> konnte ebenfalls vom Musikwissenschaftler im faschistischen Deutschland nach 1945 überwechseln auf Stellen in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">Deutschen Demokratischen Republik</a>. Zwischen dem Antrag auf Aufnahme in die <a href="Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei" title="Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei">Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei</a> (1937) und seinem Antrag auf Aufnahme in die <a href="Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands" title="Sozialistische Einheitspartei Deutschlands">Sozialistische Einheitspartei Deutschlands</a> (1948) liegen nur elf Jahre. Vom <a href="Rottenf%C3%BChrer_(SA)" class="mw-redirect" title="Rottenführer (SA)">Rottenführer</a> der <a href="Sturmabteilung" title="Sturmabteilung">SA</a> (Mitglied ab 1934) bis zur Mitgliedschaft im <a href="Kulturbund_der_DDR" title="Kulturbund der DDR">Kulturbund der DDR</a> (ab 1946) dauerte es zwölf Jahre. In Halle übernahm er die Direktorate der Institute für Musikwissenschaft und Musikerziehung. Von 1959 bis 1965 war er Dekan der Philosophischen Fakultät.</li></ul>
<ul><li><a href="Hans_Pischner" title="Hans Pischner">Hans Pischner</a>, Musikwissenschaftler und <a href="Cembalist" class="mw-redirect" title="Cembalist">Cembalist</a>, fand als zuletzt über Hundertjähriger äußerst konsequent einen sehr weiten und vielgestaltigen Weg vom Musiker im Nationalsozialismus<sup id="cite_ref-WWW-DDR_43-0" class="reference"><a href="#cite_note-WWW-DDR-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> über die Funktionen des Opernintendanten und Kulturpolitikers in der <a href="Deutsche_Demokratische_Republik" title="Deutsche Demokratische Republik">DDR</a> bis hin zum Mitglied des Zentralkomitees (ZK) der <a href="Sozialistische_Einheitspartei_Deutschlands" title="Sozialistische Einheitspartei Deutschlands">SED</a>.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er selbst gab in seiner Autobiografie zu, wie er das System während seiner Intendantenzeit geschickt manipulativ für sich nutzen konnte: „Ich kannte mich aus, konnte im allgemeinen meine Vorstellungen durchsetzen und wußte mir auch in komplizierten Situationen zu helfen. Wenn man es verstand, auf der Klaviatur der – auch untereinander nicht selten uneinigen – Apparate zu spielen, nicht zu viele Fragen zu stellen und damit unerwünschte Antworten zu provozieren, gab es Möglichkeiten, kunstfeindliche politische Strangulierungen zu unterlaufen, dem Gesinnungsterror zu entkommen.“<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Hans_Joachim_Moser" title="Hans Joachim Moser">Hans Joachim Moser</a> wurde 1938 stellvertretender Leiter der Reichsstelle für Musikbearbeitungen im <a href="Reichsministerium_f%C3%BCr_Volksaufkl%C3%A4rung_und_Propaganda" title="Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda">Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda</a>; von 1940 bis 1945 war er deren Generalsekretär. Unter seiner Ägide vergab die Reichsstelle ab 1940 auch Aufträge zur „Arisierung“ der Oratorien von <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Georg Friedrich Händel</a>.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach dem Krieg wirkte er von 1950 bis 1960 als Direktor am <a href="Stern%E2%80%99sches_Konservatorium" title="Stern’sches Konservatorium">Städtischen Konservatorium</a> in Berlin-West. 1963 wurde ihm die Mozartmedaille der <a href="Mozartgemeinde_Wien" title="Mozartgemeinde Wien">Mozartgemeinde Wien</a> verliehen.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<ul><li><a href="Fritz_Stein_(Musikwissenschaftler)" title="Fritz Stein (Musikwissenschaftler)">Fritz Stein</a> trat 1932 dem <a href="V%C3%B6lkische_Bewegung" title="Völkische Bewegung">völkisch</a> gesonnenen, <a href="Antisemitismus_(bis_1945)" class="mw-redirect" title="Antisemitismus (bis 1945)">antisemitischen</a> <a href="Kampfbund_f%C3%BCr_deutsche_Kultur" title="Kampfbund für deutsche Kultur">Kampfbund für deutsche Kultur</a> bei. Nach der „<a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtergreifung</a>“ der <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> wurde er Direktor der <a href="Universit%C3%A4t_der_K%C3%BCnste_Berlin" title="Universität der Künste Berlin">Staatlichen Musikhochschule</a> <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>. Als Bedingung für die Annahme des Postens hatte er die fristlose Entlassung von jüdischen Musikern wie <a href="Emanuel_Feuermann" title="Emanuel Feuermann">Emanuel Feuermann</a> gefordert. Weitere Forderung zum „künstlerischen Neuaufbau“ waren die fristlosen Entlassungen von <a href="Leonid_Kreutzer" title="Leonid Kreutzer">Leonid Kreutzer</a> und Ersatz durch <a href="Carl_Adolf_Martienssen" title="Carl Adolf Martienssen">Carl Adolf Martienssen</a>.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Innerhalb des <i>Kampfbunds für Deutsche Kultur</i> wurde Stein im Juli 1933 Reichsleiter der Fachgruppe Musik<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, sowie Referent für Kirchenmusik und Chorwesen. Bereits 1933 war er Präsidialrat der <a href="Reichsmusikkammer" title="Reichsmusikkammer">Reichsmusikkammer</a>. Im Mai 1933 war Fritz Stein als Leiter der „Interessengemeinschaft für das deutsche Chorgesangswesen“ mitverantwortlich für die <a href="Gleichschaltung" title="Gleichschaltung">Gleichschaltung</a> aller Chöre, insbesondere der Arbeiterchöre unter einem Dachverband. In der <a href="Nachkriegszeit_in_Deutschland" title="Nachkriegszeit in Deutschland">Nachkriegszeit</a> wurde Fritz Stein Präsident des <i>Verbands für evangelische Kirchenmusik</i>.</li></ul>
<p>Viele Biografien, die nach 1945 geschrieben worden sind, verschwiegen wesentliche Details der Zeit vor 1945. In Rudolf Gerbers Selbstdarstellung in <a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">MGG Band 4</a> (1955) verbarg er seine Tätigkeiten für die NSDAP und betonte, dass er seit 1938 Mitglied der <a href="Akademie_gemeinn%C3%BCtziger_Wissenschaften_zu_Erfurt" title="Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt">Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt</a> und seit 1952 Mitglied der <a href="Akademie_der_Wissenschaften" title="Akademie der Wissenschaften">Akademie der Wissenschaften</a> in Göttingen war.
</p><p>Andere Musikwissenschaftler fehlten im deutschsprachigen Raum, weil sie emigriert waren: <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a>, <a href="Manfred_Bukofzer" title="Manfred Bukofzer">Manfred Bukofzer</a>, <a href="Mieczyslaw_Kolinski" title="Mieczyslaw Kolinski">Mieczyslaw Kolinski</a>, <a href="Otto_Gombosi" title="Otto Gombosi">Otto Gombosi</a>, <a href="Klaus_Wachsmann" title="Klaus Wachsmann">Klaus Wachsmann</a>, <a href="Hans_Eppstein" title="Hans Eppstein">Hans Eppstein</a> und <a href="Alfred_Einstein" title="Alfred Einstein">Alfred Einstein</a> gehörten dazu. Nach Europa blickte Einstein nach dem Krieg nur noch mit Argwohn: So lehnte er 1949 eine Einladung von der Freien Universität Berlin ab, weil er keine Sehnsucht nach einem „Besuch im Vierten Reich“ verspürte. Ebenso wies er im selben Jahr die Goldene Mozart-Medaille der <a href="Internationale_Stiftung_Mozarteum" title="Internationale Stiftung Mozarteum">Internationalen Stiftung Mozarteum</a> Salzburg zurück, publizierte nicht mehr in Deutschland und verfolgte aufgebracht die <a href="Entnazifizierung" title="Entnazifizierung">Entnazifizierungsprozesse</a> von Musikern und Wissenschaftlern.
</p><p><a href="Hanoch_Avenary" title="Hanoch Avenary">Hanoch Avenary</a> emigrierte 1936 von Berlin nach Palästina und wurde zu einem der Pioniere der Musikwissenschaft in <a href="Israel" title="Israel">Israel</a>.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Der vom Holocaust verursachte Verlust für die Musik ist eine Katastrophe, <br>deren Ausmaß für immer unbekannt bleiben wird.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Sarah Nathan-Davis (Musikwissenschaftlerin)</span></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Aufarbeitung_der_„Musik_im_Exil“"><span id="Aufarbeitung_der_.E2.80.9EMusik_im_Exil.E2.80.9C"></span>Aufarbeitung der „Musik im Exil“</h4></div>
<p>An manchen Instituten beginnt die systematischen Forschungsarbeit zum Thema „Musiker im Exil“. Die Arbeitsgruppe „Exilmusik“ (1985–2012) an der <a href="Universit%C3%A4t_Hamburg" title="Universität Hamburg">Universität Hamburg</a> unter Leitung von <a href="Peter_Petersen_(Musikwissenschaftler)" title="Peter Petersen (Musikwissenschaftler)">Peter Petersen</a> engagiert sich mit zahlreichen Forschungsprojekten, Konzerten, Ausstellungen, Tagungen und Buchpublikationen. 1993 erschien der von <a href="Hanns-Werner_Heister" title="Hanns-Werner Heister">Hanns-Werner Heister</a>, <a href="Claudia_Maurer_Zenck" title="Claudia Maurer Zenck">Claudia Maurer Zenck</a> und Peter Petersen herausgegebene Band „Musik im Exil. Folgen des Nazismus für die internationale Musikkultur“. In Wien ist das <i>Exilarte Zentrum</i> an der <a href="Universit%C3%A4t_f%C3%BCr_Musik_und_darstellende_Kunst_Wien" title="Universität für Musik und darstellende Kunst Wien">mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien</a> angesiedelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Themen_und_Aufgaben">Themen und Aufgaben</h4></div>
<p>Es tun sich aber auch andere und neue Themen auf: <a href="Frauen_in_der_Musik" title="Frauen in der Musik">Frauen in der Musik</a><sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ist ein in der Musikwissenschaft im Zuge der <a href="Frauenbewegung" title="Frauenbewegung">Frauenbewegung</a> seit den 1970er Jahren verstärkt in den Blick gerücktes Begriffsfeld.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bis 1945 beschäftigte sich die Musikwissenschaft praktisch nicht mit der <a href="Gegenwartsmusik" class="mw-redirect" title="Gegenwartsmusik">Gegenwartsmusik</a>; vielmehr spezialisierten sich die Fachvertreter vor allem auf einzelne ältere Epochen. Erst ab den 1960er Jahren wurde die Untersuchung der Musik des 20. Jahrhunderts in Angriff genommen. Für die Hinwendung insbesondere zur Neuen Musik war <a href="Rudolf_Stephan" title="Rudolf Stephan">Rudolf Stephan</a> (1925–2019) von großer Bedeutung. Stephan sah die Musikgeschichte als Teil der allgemeinen Kunst- und <a href="Kulturgeschichte" title="Kulturgeschichte">Kulturgeschichte</a>.
</p><p>Im <a href="Institut_f%C3%BCr_Volksmusikforschung_und_Ethnomusikologie" title="Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie">Institut für Volksmusikforschung und Ethnomusikologie</a> werden ab 1965 in Wien von <a href="Walter_Deutsch" title="Walter Deutsch">Walter Deutsch</a> die Volksmusikforschung und die <a href="Ethnomusikologie" class="mw-redirect" title="Ethnomusikologie">Ethnomusikologie</a> in einer Einrichtung zusammengeführt.
</p><p>Musikalische Quellen werden neu erschlossen durch Errichtung neuer Archive und Forschungsstellen. Im 1972 gegründeten <a href="Heinrich-Sch%C3%BCtz-Archiv" title="Heinrich-Schütz-Archiv">Heinrich-Schütz-Archiv</a> werden möglichst vollständig Kopien von allen Quellen des Komponisten gesammelt. Inzwischen nennt sich die Einrichtung in <a href="Dresden" title="Dresden">Dresden</a> mit einem deutlich erweiterten Auftrag <i>Forschungsinstitut für <a href="Mitteldeutschland" title="Mitteldeutschland">mitteldeutsche</a> Musikgeschichte</i>.
</p><p>1992 kommt es zur Errichtung eines <a href="Brahms-Institut" title="Brahms-Institut">Brahms-Institutes</a> in <a href="L%C3%BCbeck" title="Lübeck">Lübeck</a>, um die Quellen zur Brahmsforschung zu sichern.
</p><p>Das Sammeln und Dokumentieren von <a href="Komponisten_der_Gegenwart" title="Komponisten der Gegenwart">Komponisten der Gegenwart</a> macht sich eine Arbeitsgruppe von Musikwissenschaftlern seit 1992 zur Aufgabe.
</p><p>Die Reihe neu gegründeter Fachgesellschaften hat die für die öffentliche Wahrnehmung der deutschen Musikwissenschaft seit der Nachkriegszeit so prägende Überblendung von Musikgeschichte, Philologie und musikalischer Analyse ausdifferenziert. Die methodische Vielfalt des Fachs wurde sichtbarer.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="21._Jahrhundert">21. Jahrhundert</h3></div>
<p>Die bislang geltenden Grenzen empirisch-experimenteller und kulturwissenschaftlich-historischer, aber auch <a href="Musikethnologie" title="Musikethnologie">musikethnologischer</a> und <a href="Popularmusikforschung" title="Popularmusikforschung">popularmusikologischer Forschung</a> verschieben sich. Die Rolle von <a href="Archiv" title="Archiv">Musikarchiven</a> wird hinterfragt, das <a href="Musikphilologie" title="Musikphilologie">musikphilologische</a> Arbeiten unter <a href="Digitalisierung" title="Digitalisierung">digitalen</a> Vorzeichen muss neu ausgerichtet werden. Es wird gefragt, ob angesichts der methodisch offenen Situation noch verbindliche Normen gelten, ob neue <a href="Normung" title="Normung">Normen</a> und Normierungen entstehen oder ob sich die Transformationsprozesse außerhalb von Normen vollziehen.
</p><p>Die Musikforschung des 21. Jahrhunderts „zeigt sich als fragende Disziplin, die vielfältige Anregungen aufgreift, aber auch mit großen Herausforderungen konfrontiert ist, etwa in Gestalt des <a href="Anthropoz%C3%A4n" title="Anthropozän">Anthropozän</a> und posthumanistischer Theorien. Hier bestehen gesellschaftliche und <a href="Kulturpolitik" title="Kulturpolitik">kulturpolitische</a> Erwartungen an das Fach: Es geht darum, Musik und musikalische Praxen im Spiegel dieser Entwicklungen theoriegeleitet zu reflektieren.“<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikwissenschaftliche_Seminare_und_Institute_an_Hochschulen_(Auswahl)"><span id="Musikwissenschaftliche_Seminare_und_Institute_an_Hochschulen_.28Auswahl.29"></span>Musikwissenschaftliche Seminare und Institute an Hochschulen (Auswahl)</h2></div>
<p>Die Musikwissenschaft als akademische Disziplin ist seit dem <a href="19._Jahrhundert" title="19. Jahrhundert">19. Jahrhundert</a> an Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Dort geschieht Forschung, <a href="Reflexion_(Philosophie)" title="Reflexion (Philosophie)">Reflexion</a> und Lehre im Blick auf die Inhalte des Faches.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausbildungsstätten_im_deutschsprachigen_Raum"><span id="Ausbildungsst.C3.A4tten_im_deutschsprachigen_Raum"></span>Ausbildungsstätten im deutschsprachigen Raum</h3></div>
<ul><li><a href="Institut_f%C3%BCr_Musikwissenschaft_der_Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig">Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig</a>: dieses Institut wurde 1908 als <i>Collegium musicum</i> von <a href="Hugo_Riemann" title="Hugo Riemann">Hugo Riemann</a> gegründet.</li>
<li>An der <a href="Julius-Maximilians-Universit%C3%A4t_W%C3%BCrzburg" title="Julius-Maximilians-Universität Würzburg">Julius-Maximilians-Universität Würzburg</a> entstand im Sommer 1960 ein Lehrstuhl für Musikwissenschaft. Das Institut für Musikwissenschaft wurde in der <a href="W%C3%BCrzburger_Residenz" title="Würzburger Residenz">Würzburger Residenz</a> untergebracht.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>

<ul><li><a href="Musikwissenschaftliches_Seminar_der_Universit%C3%A4t_Basel" title="Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel">Musikwissenschaftliches Seminar der Universität Basel</a>: diese Einrichtung wurde 1912 als <i>Seminar für Musikwissenschaft</i> unter Federführung des Extraordinarius <a href="Karl_Nef" title="Karl Nef">Karl Nef</a> gegründet. 1923 wurde das Institut mit der Berufung Nefs zum Ordinarius den anderen Instituten der Fakultät gleichgestellt.</li>
<li><a href="Musikwissenschaftliches_Seminar_Detmold/Paderborn" title="Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn">Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn</a></li>
<li>die <a href="Universit%C3%A4t_Mozarteum_Salzburg" class="mw-redirect" title="Universität Mozarteum Salzburg">Universität Mozarteum Salzburg</a> besitzt eine Abteilung für Musikwissenschaft</li>
<li>die <a href="Universit%C3%A4t_f%C3%BCr_Musik_und_darstellende_Kunst_Graz" title="Universität für Musik und darstellende Kunst Graz">Universität für Musik und darstellende Kunst Graz</a> führt ein Institut für Musikologie</li>
<li>die <a href="Hochschule_f%C3%BCr_Musik_Franz_Liszt_Weimar" title="Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar">Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar</a> und die <a href="Friedrich-Schiller-Universit%C3%A4t_Jena" title="Friedrich-Schiller-Universität Jena">Friedrich-Schiller-Universität Jena</a> betreiben seit dem Jahr 2000 ein gemeinsames Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena in Kooperation. 1948 trat zu den obligatorischen musiktheoretischen und musikgeschichtlichen Begleitfächern an der Weimarer Hochschule das eigenständige Studienfach Musikwissenschaft.</li>
<li>die <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Humboldt-Universität zu Berlin</a> beherbergt eines der ältesten Institute für Musikwissenschaft. Das gegenwärtige Institut wurde 2009 gegründet und vereint die Fachgebiete Musikwissenschaft und Medienwissenschaft in der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät.</li>
<li>die <a href="Martin-Luther-Universit%C3%A4t_Halle-Wittenberg" title="Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg">Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg</a> mit einem Institut für Musik, Medien- und Sprechwissenschaften, das Lehre und Forschung in den Fachgebieten Historische Musikwissenschaft, Systematische Musikwissenschaft sowie Musikethnologie abdeckt; die drei Fachgebiete werden jeweils durch eine eigene Professur repräsentiert und im Bachelor- und Masterstudium angeboten</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ausbildungsziele">Ausbildungsziele</h3></div>
<p>Musikwissenschaft wird in der Regel nicht berufsspezifisch, sondern akademisch gelehrt. So befähigen die Abschlüsse im Idealfall für ein breites und sich ständig änderndes Betätigungsfeld. Die akademische Qualifizierung im Fach Musikwissenschaft beschränkt sich nicht auf die Universitäten und Musikhochschulen, sondern sie kann in sehr vielfältige Bereiche der <a href="Bildung" title="Bildung">Bildung</a> oder der Kultur- und Wissenschaftsverwaltung führen, ebenso zu Archiv- und Bibliothekswesen, Museum, <a href="Journalismus" title="Journalismus">Journalismus</a> und Verlagswesen sowie zu Produktion und Management.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abschlüsse"><span id="Abschl.C3.BCsse"></span>Abschlüsse</h3></div>
<p>1977 hat die Musikhochschule Detmold in Kooperation mit der <a href="Universit%C3%A4t_Paderborn" title="Universität Paderborn">Universität Paderborn</a> ein gemeinsames Musikwissenschaftliches Seminar gegründet, in dem das <a href="Promotionsrecht" class="mw-redirect" title="Promotionsrecht">Promotionsrecht</a> ausgeübt werden konnte. In den 1980er Jahren setzten weitere Musikhochschulen ihr eigenes Promotionsrecht in Gang, zunächst in West-Berlin, Hannover und Köln, inzwischen nahezu überall.
</p><p>Mit der <a href="Bologna-Reform" class="mw-redirect" title="Bologna-Reform">Bologna-Reform</a> haben sich über die <a href="Promotion_(Doktor)" title="Promotion (Doktor)">Promotion</a> hinaus auch zunehmend musikwissenschaftliche <a href="Bachelor" title="Bachelor">Bachelor</a>- und <a href="Master" title="Master">Master</a>-Studiengänge sowohl an zahlreichen Musikhochschulen als auch an vielen Universitäten verbreitet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Internationale_Institute_(Auswahl)"><span id="Internationale_Institute_.28Auswahl.29"></span>Internationale Institute (Auswahl)</h3></div>
<ul><li><a href="Kastamonu_%C3%9Cniversitesi" title="Kastamonu Üniversitesi">Kastamonu Üniversitesi</a>, Kastamonu, Türkei</li>
<li><a href="University_of_Leeds" title="University of Leeds">University of Leeds</a>, Großbritannien</li>
<li><a href="Universit%C3%A4t_%C3%96rebro" title="Universität Örebro">Universität Örebro</a>, Örebro, Schweden</li>
<li><a href="Pariser_Konservatorium" title="Pariser Konservatorium">Pariser Konservatorium</a>, Frankreich</li>
<li><a href="Philosophische_Fakult%C3%A4t_der_Karls-Universit%C3%A4t" title="Philosophische Fakultät der Karls-Universität">Philosophische Fakultät der Karls-Universität</a>, Prag, Tschechien</li>
<li><a href="Universit%C3%A4t_Utrecht" title="Universität Utrecht">Universität Utrecht</a>, Niederlande</li>
<li><a href="Musikinstitut_Warschau" class="mw-redirect" title="Musikinstitut Warschau">Musikinstitut Warschau</a>, Polen</li>
<li><a href="Universit%C3%A4t_Wien" title="Universität Wien">Universität Wien</a>, Österreich</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Prägende_Musikwissenschaftler"><span id="Pr.C3.A4gende_Musikwissenschaftler"></span>Prägende Musikwissenschaftler</h2></div>




<p>Als eigenes wissenschaftliches Fach wurde die Musikwissenschaft nach und nach erst im 19. Jahrhundert geformt und ausgestaltet, so dass man die Begründer des modernen Faches ebenfalls erst ab dem 19. Jahrhundert finden und benennen kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Adolph_Bernhard_Marx_(1795–1866)"><span id="Adolph_Bernhard_Marx_.281795.E2.80.931866.29"></span>Adolph Bernhard Marx (1795–1866)</h3></div>
<p><a href="Adolph_Bernhard_Marx" title="Adolph Bernhard Marx">Adolph Bernhard Marx</a> wurde 1830 Musikprofessor der <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin</a> und 1832 <a href="Universit%C3%A4tsmusikdirektor" title="Universitätsmusikdirektor">Universitätsmusikdirektor</a>. Er war Gründungsmitglied des Berliner Tonkünstlervereins, des ersten Tonkünstler-Berufsverbands auf deutschem Boden. Marx erwarb sich als musikwissenschaftlicher Autor, als Verfasser einer <a href="Ludwig_van_Beethoven" title="Ludwig van Beethoven">Beethoven</a>-Biografie, des Buches <i><a href="Christoph_Willibald_Gluck" title="Christoph Willibald Gluck">Gluck</a> und die Oper</i> und als Herausgeber der Werke <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Händels</a> und <a href="Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach">Bachs</a> Ansehen. Ein fundamentaler Beitrag zur Musiktheorie sind seine Definitionen der <a href="Sonatensatzform" title="Sonatensatzform">Sonaten(haupt)satzform</a> und ihrer Bestandteile. Der Begriff „Sonatenform“ als ideales, von Gattungskriterien (Sinfonie, Quartett etc.) abstrahiertes Modell erscheint in ausführlicher Beschreibung erstmals in seiner Kompositionslehre (Die Lehre von der musikalischen Komposition, Leipzig 1837–1847). Marx’ Kompositionslehre etablierte die Begriffe „Exposition“, „Hauptsatz“, „Modulationsteil“, „Seitensatz“ und „Schlussgruppe“. 1824 begründete er die <i>Berliner Allgemeine Musikalische Zeitung</i>, die er bis 1830 herausgab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Friedrich_Chrysander_(1826–1901)"><span id="Friedrich_Chrysander_.281826.E2.80.931901.29"></span>Friedrich Chrysander (1826–1901)</h3></div>
<p><a href="Friedrich_Chrysander" title="Friedrich Chrysander">Friedrich Chrysander</a> war der große <a href="Georg_Friedrich_H%C3%A4ndel" title="Georg Friedrich Händel">Händel</a>-Forscher des 19.&nbsp;Jahrhunderts (Herausgabe der ersten Gesamtausgabe von Händels Werken und einer fragmentarischen mehrbändigen Biografie Händels). Chrysander hatte schon vor der <i><a href="Vierteljahrsschrift_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft">Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft</a></i> andere maßgebliche Musikzeitschriften redigiert: Die Leipziger <i><a href="Allgemeine_musikalische_Zeitung" title="Allgemeine musikalische Zeitung">Allgemeine musikalische Zeitung</a></i> in den Jahren 1868 bis 1871 und 1875 bis 1882 sowie die in zwei Bänden (1863 und 1867) erschienenen <i>Jahrbücher für musikalische Wissenschaft</i>, die als Vorläufer der <i>Vierteljahrsschrift</i> anzusehen sind. Auch die Initiative zur Gründung der <i>Vierteljahrsschrift</i> scheint von ihm ausgegangen zu sein, und er hatte nach längerer Vorbereitungszeit in dem Bach-Forscher und Berliner Musikprofessor Spitta wie in dem Prager Musikwissenschaftler Adler die geeigneten Partner gefunden, mit denen ein streng wissenschaftliches Periodikum zu gründen und zu leiten möglich war. Das Geflecht seiner Beziehungen und Korrespondenzen mit Musikern und Wissenschaftlern seiner Zeit war groß.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gustav_Jacobsthal_(1845–1912)"><span id="Gustav_Jacobsthal_.281845.E2.80.931912.29"></span>Gustav Jacobsthal (1845–1912)</h3></div>
<p><a href="Gustav_Jacobsthal" title="Gustav Jacobsthal">Gustav Jacobsthal</a> gehörte zu den Musikhistorikern, die im ausgehenden 19.&nbsp;Jahrhundert die <a href="Musik_des_Mittelalters" title="Musik des Mittelalters">Musik des Mittelalters</a> wissenschaftlich erforschten und wieder zugänglich machten. 1872 wurde er an der neu gegründeten <a href="Universit%C3%A4t_Stra%C3%9Fburg" title="Universität Straßburg">Kaiser-Wilhelm-Universität Straßburg</a> <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitiert</a> und unterrichtete dort zunächst als <a href="Privatdozent" title="Privatdozent">Privatdozent</a> für Geschichte und Theorie der Musik, 1875 als <a href="Professur#Außerplanmäßige_Professoren_(apl._Prof._oder_Prof.)" class="mw-redirect" title="Professur">außerordentlicher</a>, ab 1897 als einziger ordentlicher Professor für Musikwissenschaft im <a href="Deutsches_Reich" title="Deutsches Reich">Deutschen Reich</a>. Zur Vokalpolyphonie des 16. Jahrhunderts (Palestrinas weltliche Madrigale), zur Operngeschichte (sowohl Monteverdis L’Orfeo als auch Mozarts Kindheitsopern und Idomeneo) sowie zur Instrumentalmusik (Haydns, Mozarts und Beethovens Streichquartette; Carl Philipp Emanuel Bachs Württembergische Sonaten) hinterließ er Analysen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Philipp_Spitta_(1841–1894)"><span id="Philipp_Spitta_.281841.E2.80.931894.29"></span>Philipp Spitta (1841–1894)</h3></div>
<p><a href="Philipp_Spitta_(Musikwissenschaftler)" title="Philipp Spitta (Musikwissenschaftler)">Philipp Spitta</a><sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> war ein fleißiger <a href="Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach">Bach</a>-Forscher. Ab 1875 wurde er Musikprofessor an der Berliner Universität und administrativer Direktor der Musikhochschule (an der Seite <a href="Joseph_Joachim" title="Joseph Joachim">Joseph Joachims</a> als künstlerischem Leiter) in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>. Er begann als ausgebildeter und zunächst auch praktizierender <a href="Altphilologe" class="mw-redirect" title="Altphilologe">Altphilologe</a> und wechselte dann zur Musikforschung mit ausgesprochen <a href="Philologie" title="Philologie">philologischer</a> Prägung. Er war ein sammel- und publikationsfreudiger Musikforscher mit einem breiten Blickfeld auf Gegenstände aus der Antike bis zur Mitte des 19.&nbsp;Jahrhunderts. In der Volkslied-Forschung war er engagiert. In der Leitung der <a href="Vierteljahrsschrift_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft">Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft</a> war er federführend. Neben seiner Bach-Biographie wurde er durch eine Gesamtausgabe der Orgelwerke <a href="Dietrich_Buxtehude" class="mw-redirect" title="Dietrich Buxtehude">Dietrich Buxtehudes</a> und der Werke von <a href="Heinrich_Sch%C3%BCtz" title="Heinrich Schütz">Heinrich Schütz</a> bekannt. Zusammen mit <a href="Friedrich_Chrysander" title="Friedrich Chrysander">Friedrich Chrysander</a> und <a href="Guido_Adler_(Musikwissenschaftler)" title="Guido Adler (Musikwissenschaftler)">Guido Adler</a> gab er seit 1885 die <i>Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft</i>, erschienen in Leipzig, heraus. Philipp Spitta gilt heute als einer der Begründer der modernen Musikwissenschaft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Guido_Adler_(1855–1941)"><span id="Guido_Adler_.281855.E2.80.931941.29"></span>Guido Adler (1855–1941)</h3></div>
<p><a href="Guido_Adler_(Musikwissenschaftler)" title="Guido Adler (Musikwissenschaftler)">Guido Adler</a><sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> stammte aus <a href="M%C3%A4hren" title="Mähren">Mähren</a> und war ursprünglich juristisch ausgebildeter, dann in Musikwissenschaft promovierter und habilitierter Musikprofessor. Zuerst lehrte er ab 1885 in Prag, dann von 1898 bis 1927 auf dem Wiener Ordinariat als Nachfolger von <a href="Eduard_Hanslick" title="Eduard Hanslick">Eduard Hanslick</a>. Er führte die Periodisierung der Musikgeschichte nach Stilbegriffen in die Musikwissenschaft ein, entwickelte ihre Aufgabenstellung und Methodik, betätigte sich als Editor und gab nach seiner Emeritierung ein mehrbändiges Handbuch zur Musikgeschichte heraus, das seinen Prinzipien folgte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hermann_Kretzschmar_(1848–1924)"><span id="Hermann_Kretzschmar_.281848.E2.80.931924.29"></span>Hermann Kretzschmar (1848–1924)</h3></div>
<p><a href="Hermann_Kretzschmar_(Musikwissenschaftler)" title="Hermann Kretzschmar (Musikwissenschaftler)">Hermann Kretzschmar</a> war von 1887 bis 1904 in Leipzig als <a href="Universit%C3%A4tsmusikdirektor" title="Universitätsmusikdirektor">Universitätsmusikdirektor</a> tätig. Im Jahr 1890 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Er gründete 1890 die Leipziger Akademischen Konzerte, die er bis 1895 leitete. 1904 wurde er als ordentlicher Professor der Musik an die Berliner <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Friedrich-Wilhelms-Universität</a> berufen. Eines seiner Fachgebiete war die <a href="Hermeneutik" title="Hermeneutik">Hermeneutik</a> im Blick auf das Verstehen von Musik.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hugo_Riemann_(1849–1919)"><span id="Hugo_Riemann_.281849.E2.80.931919.29"></span>Hugo Riemann (1849–1919)</h3></div>
<p><a href="Hugo_Riemann" title="Hugo Riemann">Hugo Riemann</a> gehört zu den markantesten und bedeutendsten Persönlichkeiten unter den Musikwissenschaftlern. 1901 wurde er zum außerordentlichen, 1905 zum planmäßigen Professor an der <a href="Universit%C3%A4t_Leipzig" title="Universität Leipzig">Universität Leipzig</a> berufen. Schließlich wurde er 1908 Direktor des von ihm gegründeten musikwissenschaftlichen Instituts (Collegium musicum). 1911 wurde Riemann in Leipzig Honorarprofessor und schließlich 1914 Direktor des von ihm gegründeten „Staatlich sächsischen Forschungsinstituts für Musikwissenschaft“. Seine größten Verdienste hat er errungen auf dem Gebiet der <a href="Musiktheorie" title="Musiktheorie">Musiktheorie</a>. Zu fast allen Bereichen hat er wesentliche Beiträge geliefert, zu vielen musikalischen Fachbegriffen Abhandlungen geschrieben. Sein wohl bekanntestes Werk, das <i><a href="Riemann_Musiklexikon" title="Riemann Musiklexikon">Riemann Musiklexikon</a></i>, ist bis heute ein anerkanntes Standardwerk.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Peter_Wagner_(1865–1931)"><span id="Peter_Wagner_.281865.E2.80.931931.29"></span>Peter Wagner (1865–1931)</h3></div>
<p><a href="Peter_Wagner_(Musikwissenschaftler)" title="Peter Wagner (Musikwissenschaftler)">Peter Wagner</a> schuf Beiträge zur Erforschung des lateinischen einstimmigen liturgischen Gesangs (<a href="Gregorianik" class="mw-redirect" title="Gregorianik">Gregorianik</a>). 1927 wurde er 1.&nbsp;Präsident der <a href="International_Musicological_Society" title="International Musicological Society">Internationalen Gesellschaft für Musikwissenschaft</a>. Er war Mitglied der Schwedischen Akademie der Tonkunst und der Deutschen Akademie in München. Aus Wagners Habilitationsschrift entstand das dreibändige Standardwerk zur Choralforschung <i>Einführung in die Gregorianischen Melodien</i>. Seine wissenschaftlichen Choralforschungen galten als richtungsweisend.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Friedrich_Ludwig_(1872–1930)"><span id="Friedrich_Ludwig_.281872.E2.80.931930.29"></span>Friedrich Ludwig (1872–1930)</h3></div>
<p>Der Name von <a href="Friedrich_Ludwig_(Musikwissenschaftler)" title="Friedrich Ludwig (Musikwissenschaftler)">Friedrich Ludwig</a> ist eng verbunden mit der Erforschung und Neuentdeckung der <a href="Musik_des_Mittelalters" title="Musik des Mittelalters">Musik des Mittelalters</a> im 20.&nbsp;Jahrhundert, insbesondere mit der <a href="Komposition_(Musik)" title="Komposition (Musik)">Kompositionstechnik</a> der <a href="Isorhythmie" title="Isorhythmie">isorhythmischen</a> <a href="Motette" title="Motette">Motette</a> in der <a href="Ars_nova_(Musik)" title="Ars nova (Musik)">Ars nova</a>. Für ungefähr ein Jahrzehnt unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa, die ihm zur Erforschung der Quellen mittelalterlicher Musik dienten. 1905 <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitierte</a> er sich und wurde Nachfolger des gleichzeitig <a href="Emeritierung" title="Emeritierung">emeritierten</a> <a href="Gustav_Jacobsthal" title="Gustav Jacobsthal">Gustav Jacobsthal</a>, ab 1910 als Außerordentlicher Professor für Musikgeschichte. Nach dem Ende des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkriegs</a> wurde er aus dem nun zu <a href="Frankreich" title="Frankreich">Frankreich</a> gehörenden Straßburg ausgewiesen. Ab 1920 war er Ordentlicher Professor an der <a href="Georg-August-Universit%C3%A4t_G%C3%B6ttingen" title="Georg-August-Universität Göttingen">Georg-August-Universität Göttingen</a>, deren <a href="Rektor" title="Rektor">Rektor</a> er 1929/30 wurde. Zu Ludwigs Leistungen zählen die Erforschung des <a href="Organum" title="Organum">Organums</a>, die Entzifferung der frühen <a href="Quadratnotation" title="Quadratnotation">Quadratnotation</a>, die Entdeckung der <a href="Modalnotation" title="Modalnotation">Modalrhythmik</a> in einstimmigen Liedern des 13.&nbsp;Jahrhunderts, die systematische Darstellung der <a href="Notre-Dame-Schule" title="Notre-Dame-Schule">Notre-Dame-Epoche</a> und der Motettenkompositionen der <a href="Ars_nova_(Musik)" title="Ars nova (Musik)">Ars nova</a>. Dabei übertrug er eine Vielzahl <a href="Mehrstimmigkeit" title="Mehrstimmigkeit">mehrstimmiger</a> Werke bis ins 15.&nbsp;Jahrhundert hinein und publizierte sie in kritischen Editionen. Ludwig entdeckte das Kompositionsprinzip der <a href="Isorhythmie" title="Isorhythmie">Isorhythmie</a>, deren Bezeichnung er auch prägte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erich_Moritz_von_Hornbostel_(1877–1935)"><span id="Erich_Moritz_von_Hornbostel_.281877.E2.80.931935.29"></span>Erich Moritz von Hornbostel (1877–1935)</h3></div>
<p>In <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> wurde <a href="Erich_Moritz_von_Hornbostel" title="Erich Moritz von Hornbostel">Erich Moritz von Hornbostel</a> am Psychologischen Institut Assistent des Psychologen <a href="Carl_Stumpf" title="Carl Stumpf">Carl Stumpf</a>, der auf dem Gebiet der <a href="Tonpsychologie" class="mw-redirect" title="Tonpsychologie">Tonpsychologie</a> forschte. Hornbostel arbeitete beim Aufbau des <a href="Berliner_Phonogramm-Archiv" title="Berliner Phonogramm-Archiv">Berliner Phonogramm-Archivs</a> mit, das er bis 1933 leitete. Gemeinsam mit <a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> entwickelte er ein System zur <a href="Klassifizierungen_von_Musikinstrumenten" title="Klassifizierungen von Musikinstrumenten">Klassifizierung von Musikinstrumenten</a>, das als <i><a href="Hornbostel-Sachs-Systematik" title="Hornbostel-Sachs-Systematik">Hornbostel-Sachs-Systematik</a></i> bekannt ist. Er leistete Pionierarbeit bei der Erforschung afrikanischer und asiatischer Musik und entwarf ein System zur schriftlichen Aufzeichnung dieser Musik. Als „<a href="N%C3%BCrnberger_Gesetze#Reichsbürgergesetz" title="Nürnberger Gesetze">Halbjude</a>“<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1933 seiner Ämter enthoben, emigrierte von Hornbostel in die <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>, später in die USA.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Curt_Sachs_(1881–1959)"><span id="Curt_Sachs_.281881.E2.80.931959.29"></span>Curt Sachs (1881–1959)</h3></div>
<p><a href="Curt_Sachs" title="Curt Sachs">Curt Sachs</a> hat sich 1919 an der Berliner Universität mit dem <i>Handbuch der Musikinstrumentenkunde</i> <a href="Habilitation" title="Habilitation">habilitiert</a>. Bereits 1913 erschien sein <i>Reallexicon der Musikinstrumente</i>, das einflussreichste Lexikon über historische und weltweit verbreitete Musikinstrumente. Ab September 1920 wurde er Direktor der <a href="Musikinstrumenten-Museum_Berlin" title="Musikinstrumenten-Museum Berlin">Sammlung alter Musikinstrumente</a> bei der <a href="Universit%C3%A4t_der_K%C3%BCnste_Berlin" title="Universität der Künste Berlin">Staatlichen akademischen Hochschule für Musik</a> in Berlin-Charlottenburg. 1928 wurde er etatsmäßiger Professor an der Universität Berlin, seit 1926 lehrte er zusätzlich Instrumentenkunde an der <a href="K%C3%B6nigliches_Musik-Institut_Berlin" title="Königliches Musik-Institut Berlin">Staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik</a> in Berlin. Er bemühte sich intensiv, die umfangreiche Kollektion der Musikinstrumentensammlung der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich zu machen. 1933 wurde Sachs als <a href="Jude" class="mw-redirect" title="Jude">Jude</a> von den <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">Nationalsozialisten</a> seines <a href="Gesetz_zur_Wiederherstellung_des_Berufsbeamtentums" title="Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums">Amtes enthoben</a>. Er emigrierte daraufhin in die <a href="Vereinigte_Staaten" title="Vereinigte Staaten">Vereinigten Staaten</a>. Dort lehrte er von 1937 bis 1953 an der <a href="New_York_University" title="New York University">New York University</a> und arbeitete außerdem für die <a href="New_York_Public_Library" title="New York Public Library">New York Public Library</a> und das <a href="Metropolitan_Museum_of_Art" title="Metropolitan Museum of Art">Metropolitan Museum of Art</a>. Sein Buch <i>The history of musical instruments</i> (1940) ist ein bedeutendes Werk zum Thema. Darin werden die Instrumente nach Kulturen und die europäischen Instrumente gesondert nach Kulturperioden eingeteilt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fachverbände"><span id="Fachverb.C3.A4nde"></span>Fachverbände</h2></div>
<p>Die <a href="Gesellschaft_f%C3%BCr_Musikforschung" title="Gesellschaft für Musikforschung">Gesellschaft für Musikforschung</a> ist ein Fachverband der in Studium, Forschung und Lehre tätigen Musikwissenschaftler und Institute. Sie hat rund 1600 Mitglieder (Stand 2021). Sitz des Vereins ist <a href="Kassel" title="Kassel">Kassel</a> (Hessen).<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Gesellschaft wurde 1946 gegründet, nachdem es schon eine Vorgängerinstitution gegeben hatte.
</p><p>Die <a href="International_Musicological_Society" title="International Musicological Society">International Musicological Society</a> (IMS) (Deutsch: Internationale Gesellschaft für Musikwissenschaft) ist eine am 30. September 1927 in <a href="Basel" title="Basel">Basel</a> gegründete Organisation für die internationale Koordination der Musikwissenschaft.
</p><p>Die <a href="%C3%96sterreichische_Gesellschaft_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft">Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft</a> ist ein musikwissenschaftlicher Fachverband mit österreichischen und ausländischen Mitgliedern. Die Gründung des Verbandes erfolgte im Jahr 1973.
</p><p>Als regionaler Verband mit musikhistorischem Schwerpunkt zeigt sich die <a href="Gesellschaft_f%C3%BCr_Bayerische_Musikgeschichte" title="Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte">Gesellschaft für Bayerische Musikgeschichte</a>, gegründet 1957.
</p><p>Als interdisziplinär arbeitender Verband trat ab 1983 die <a href="Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Musikpsychologie" title="Deutsche Gesellschaft für Musikpsychologie">Deutsche Gesellschaft für Musikpsychologie</a> hervor, die vor allem Musikwissenschaft und <a href="Psychologie" title="Psychologie">Psychologie</a> in einen Austausch und Dialog bringen möchte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fachzeitschriften">Fachzeitschriften</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="19._Jahrhundert">19. Jahrhundert</h3></div>

<p>Die <a href="Allgemeine_musikalische_Zeitung" title="Allgemeine musikalische Zeitung">Allgemeine musikalische Zeitung</a> (kurz AmZ) zählt neben der <a href="Neue_Zeitschrift_f%C3%BCr_Musik" title="Neue Zeitschrift für Musik">Neuen Zeitschrift für Musik</a> zu den bedeutendsten Musikfachblättern des 19. Jahrhunderts.
</p><p>Die <a href="Vierteljahrsschrift_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft">Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft</a> stellt eines der wichtigsten Zeugnisse dar für die Bemühungen der deutschsprachigen Musikwissenschaft, sich institutionell an den Universitäten zu festigen und publizistisch als fleißig arbeitende <a href="Kulturwissenschaft" title="Kulturwissenschaft">Kulturwissenschaft</a> hervorzutreten. Der Anspruch eines ständigen Autorenkreises ist spürbar, offene und brennende Fragen der systematischen und historischen Musikforschung einer Lösung zuzuführen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="20._Jahrhundert">20. Jahrhundert</h3></div>
<p><a href="Die_Musikforschung" title="Die Musikforschung">Die Musikforschung</a> ist eine musikwissenschaftliche <a href="Zeitschrift" title="Zeitschrift">Zeitschrift</a>, die im Auftrag der <a href="Gesellschaft_f%C3%BCr_Musikforschung" title="Gesellschaft für Musikforschung">Gesellschaft für Musikforschung</a> herausgegeben wird. Seit 1948 erscheint sie im <a href="B%C3%A4renreiter-Verlag" title="Bärenreiter-Verlag">Bärenreiter-Verlag</a>. In ihr werden wissenschaftliche Beiträge aus <a href="Geschichte_der_Musik" title="Geschichte der Musik">Musikgeschichte</a>, <a href="Musiktheorie" title="Musiktheorie">Musiktheorie</a> und Musikpraxis veröffentlicht, wodurch die Zeitschrift zu einem wichtigen Forum der deutschen Musikwissenschaft geworden ist.
</p><p>Die <a href="Zeitschrift_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Zeitschrift für Musikwissenschaft">Zeitschrift für Musikwissenschaft</a> war eine musikwissenschaftliche <a href="Fachzeitschrift" title="Fachzeitschrift">Fachzeitschrift</a>, die von 1918 bis 1935 im Verlag <a href="Breitkopf_%26_H%C3%A4rtel" title="Breitkopf &amp; Härtel">Breitkopf &amp; Härtel</a>, Leipzig, erschien. Herausgeber war die Deutsche Musikgesellschaft bzw. Deutsche Gesellschaft für Musikwissenschaft.
</p><p>Das <a href="Archiv_f%C3%BCr_Musikwissenschaft" title="Archiv für Musikwissenschaft">Archiv für Musikwissenschaft</a> ist eine deutsch- und englischsprachige <a href="Historische_Musikwissenschaft" title="Historische Musikwissenschaft">musikhistorische</a> und musikwissenschaftliche <a href="Fachzeitschrift" title="Fachzeitschrift">Fachzeitschrift</a>, das Artikel sowohl von bekannten Wissenschaftlern als auch von Nachwuchswissenschaftlern veröffentlicht.
</p><p><a href="Die_Tonkunst" title="Die Tonkunst">Die Tonkunst</a> ist ein Magazin für <a href="Klassische_Musik" title="Klassische Musik">klassische Musik</a> und Musikwissenschaft, das vom gleichnamigen Verein mit Sitz in <a href="Weimar" title="Weimar">Weimar</a> herausgegeben wird.
</p><p>Neben der theologischen Ausrichtung hat <a href="Musik_und_Kirche" title="Musik und Kirche">Musik und Kirche</a> auch eine musikwissenschaftliche. Ihr Ausgang ab 1929 war die <a href="Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach">Bach</a>- und <a href="Heinrich_Sch%C3%BCtz" title="Heinrich Schütz">Schütz</a>-Renaissance, die <a href="Orgel#Orgelbewegung" title="Orgel">Orgelbewegung</a> und die <a href="Singbewegung" class="mw-redirect" title="Singbewegung">Singbewegung</a> mit einer Tendenz zur <a href="Alte_Musik" title="Alte Musik">Alten Musik</a>.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: Kategorie:Musikwissenschaftliche Zeitschrift</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikwissenschaftliche_Reihen_und_Jahrbücher"><span id="Musikwissenschaftliche_Reihen_und_Jahrb.C3.BCcher"></span>Musikwissenschaftliche Reihen und Jahrbücher</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kölner_Beiträge_zur_Musikforschung"><span id="K.C3.B6lner_Beitr.C3.A4ge_zur_Musikforschung"></span>Kölner Beiträge zur Musikforschung</h3></div>
<p>Die <i><a href="K%C3%B6lner_Beitr%C3%A4ge_zur_Musikforschung" title="Kölner Beiträge zur Musikforschung">Kölner Beiträge zur Musikforschung</a></i> (KBMf) sind eine der ältesten Musikbuchreihen in <a href="Deutschland" title="Deutschland">Deutschland</a>. Als vorrangig monografische Reihe wurde sie 1938 von dem <a href="K%C3%B6ln" title="Köln">Kölner</a> <a href="Musikwissenschaftler" class="mw-redirect" title="Musikwissenschaftler">Musikwissenschaftler</a> <a href="Theodor_Kroyer" title="Theodor Kroyer">Theodor Kroyer</a> gegründet und erscheint im <a href="Gustav_Bosse_Verlag" title="Gustav Bosse Verlag">Gustav Bosse Verlag</a>. Seit 2004 erschienen die Kölner Beiträge zur Musikforschung unter dem Namen <i>Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft</i> (KBMw).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schütz–Jahrbuch"><span id="Sch.C3.BCtz.E2.80.93Jahrbuch"></span>Schütz–Jahrbuch</h3></div>
<p>Das <a href="Sch%C3%BCtz-Jahrbuch" title="Schütz-Jahrbuch">Schütz-Jahrbuch</a> ist ein seit 1979 jährlich erscheinender Aufsatzband mit musikwissenschaftlichen Abhandlungen über die Musik und Musikkultur im 17. Jahrhundert, bevorzugt im Umkreis des Komponisten <a href="Heinrich_Sch%C3%BCtz" title="Heinrich Schütz">Heinrich Schütz</a>. Die Beiträge werden zumeist in deutscher, vereinzelt auch in englischer Sprache veröffentlicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jahrbuch_Musikpsychologie">Jahrbuch Musikpsychologie</h3></div>
<p>Seit 1984 erscheint das von <a href="Klaus-Ernst_Behne" title="Klaus-Ernst Behne">Klaus-Ernst Behne</a>, <a href="G%C3%BCnter_Kleinen" title="Günter Kleinen">Günter Kleinen</a> und <a href="Helga_de_la_Motte-Haber" title="Helga de la Motte-Haber">Helga de la Motte-Haber</a> gegründete Jahrbuch Musikpsychologie. Es wird von der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM) herausgegeben und erscheint seit 2018 als Online-First-Publikation mit Open-Access-Zugriff beim Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID).<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Jahrbuch_für_Liturgik_und_Hymnologie"><span id="Jahrbuch_f.C3.BCr_Liturgik_und_Hymnologie"></span>Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie</h3></div>
<p>Das <a href="Jahrbuch_f%C3%BCr_Liturgik_und_Hymnologie" title="Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie">Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie</a> (JLH) ist ein wissenschaftliches Periodikum mit Aufsätzen, Arbeitsberichten und Rezensionen zur <a href="Liturgiewissenschaft" class="mw-redirect" title="Liturgiewissenschaft">Liturgiewissenschaft</a> und <a href="Hymnologie" title="Hymnologie">Hymnologie</a> aus <a href="Evangelisch-lutherische_Kirchen" title="Evangelisch-lutherische Kirchen">evangelisch-lutherischer</a> Perspektive in <a href="%C3%96kumenische_Bewegung" title="Ökumenische Bewegung">ökumenischem</a> Horizont.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Testcard">Testcard</h3></div>
<p>Der Mainzer <a href="Ventil_Verlag" title="Ventil Verlag">Ventil Verlag</a> gibt seit 1995 die Reihe <a href="Testcard" title="Testcard">Testcard</a> heraus, die sich mit <a href="Popul%C3%A4re_Musik" title="Populäre Musik">Populärer Musik</a> und <a href="Popkultur" title="Popkultur">Popkultur</a> beschäftigt.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikbibliotheken_und_Archive">Musikbibliotheken und Archive</h2></div>
<p><a href="Musikbibliothek" title="Musikbibliothek">Musikbibliotheken</a> mit Sammlungsschwerpunkt <a href="Musik" title="Musik">Musiktonträger</a> und <a href="Musikalien" title="Musikalien">Musikalien</a> sind wesentlich für die Arbeit in der Musikwissenschaft. Von den 24 <a href="Musikhochschule" title="Musikhochschule">Musikhochschulen</a> in Deutschland verfügen vor allem diejenigen über einen musikwissenschaftlichen Sammelschwerpunkt, die das Promotionsrecht besitzen.
</p><p>Beispiele für große Musikbibliotheken und Institute mit entsprechenden Bibliotheken sind:
</p>
<ul><li><a href="Bibliothek_des_Conservatorio_Benedetto_Marcello" title="Bibliothek des Conservatorio Benedetto Marcello">Bibliothek des Conservatorio Benedetto Marcello</a></li>
<li><a href="Bibliothek_der_Stiftung_H%C3%A4ndel-Haus" title="Bibliothek der Stiftung Händel-Haus">Bibliothek der Stiftung Händel-Haus</a></li>
<li><a href="Internationales_Musikinstitut_Darmstadt" title="Internationales Musikinstitut Darmstadt">Internationales Musikinstitut Darmstadt</a></li>
<li><a href="Sudetendeutsches_Musikinstitut" title="Sudetendeutsches Musikinstitut">Sudetendeutsches Musikinstitut</a></li></ul>
<p>Das <a href="Staatliches_Institut_f%C3%BCr_Musikforschung" title="Staatliches Institut für Musikforschung">Staatliche Institut für Musikforschung</a> – <a href="Stiftung_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz" title="Stiftung Preußischer Kulturbesitz">Preußischer Kulturbesitz</a> (SIMPK) ist eine breit aufgestellte musikwissenschaftliche Forschungseinrichtung für Musikinstrumentenkunde, Musikgeschichte und Musiktheorie in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a>, das zugleich das <a href="Musikinstrumenten-Museum_Berlin" title="Musikinstrumenten-Museum Berlin">Musikinstrumenten-Museum Berlin</a> betreibt.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Internationale_Vereinigung_der_Musikbibliotheken%2C_Musikarchive_und_Musikdokumentationszentren" class="mw-redirect" title="Internationale Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren">Internationale Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren</a></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_von_Musikarchiven" title="Liste von Musikarchiven">Liste von Musikarchiven</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_historisch-musiktheoretischer_Literatur" title="Liste historisch-musiktheoretischer Literatur">Liste historisch-musiktheoretischer Literatur</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Guido_Adler_(Musikwissenschaftler)" title="Guido Adler (Musikwissenschaftler)">Guido Adler</a>: <i>Umfang, Methode und Ziel der Musikwissenschaft.</i> In: <i>Vierteljahresschrift für Musikwissenschaft.</i> 1, 1885, S.&nbsp;5–20.</li>
<li>Herbert Bruhn, <a href="Helmut_R%C3%B6sing" title="Helmut Rösing">Helmut Rösing</a>: <i>Musikwissenschaft. Ein Grundkurs.</i> Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998, ISBN 3-499-55582-4.</li>
<li>Michele Calella: <i>Musikwissenschaft. Eine Einführung</i>. Laaber-Verlag, Laaber 2024, ISBN 978-3-89007-864-9.</li>
<li>Dieter Christensen, <a href="Artur_Simon" title="Artur Simon">Artur Simon</a>: <i>Musikethnologie.</i> In: <a href="Ludwig_Finscher" title="Ludwig Finscher">Ludwig Finscher</a> (Hrsg.): <i><a href="Die_Musik_in_Geschichte_und_Gegenwart" title="Die Musik in Geschichte und Gegenwart">Die Musik in Geschichte und Gegenwart</a>,</i> Sachteil 6, 1997, Sp. 1259–1291.</li>
<li><a href="Carl_Dahlhaus" title="Carl Dahlhaus">Carl Dahlhaus</a> et al. (Hrsg.): <i>Neues Handbuch der Musikwissenschaft.</i> Laaber, Laaber 1998.</li>
<li>Matthew Gardner, Sara Springfeld: <i>Musikwissenschaftliches Arbeiten. Eine Einführung,</i> mit einem Geleitwort von Nicole Schwindt-Gross. Kassel 2014.</li>
<li><a href="Heinrich_Husmann" title="Heinrich Husmann">Heinrich Husmann</a>: <i>Einführung in die Musikwissenschaft.</i> Quelle &amp; Meyer, Heidelberg 1958.</li>
<li>Joseph Kerman: <i>Musicology.</i> Fontana, London 1985, ISBN 0-00-197170-0.</li>
<li><a href="Stefan_Keym" title="Stefan Keym">Stefan Keym</a>, <a href="Melanie_Wald-Fuhrmann" title="Melanie Wald-Fuhrmann">Melanie Wald-Fuhrmann</a>: <i>Wege zur Musikwissenschaft. Gründungsphasen im internationalen Vergleich</i> (= <i>Spektrum Fachgeschichte Musikwissenschaft.</i> Band 1). Kassel 2018, ISBN 978-3-476-04669-7.</li>
<li>Richard Middleton: <i>Studying Popular Music</i>. Open University Press, Philadelphia 1990/2002 , ISBN 0-335-15275-9.</li>
<li><a href="Thomas_Nu%C3%9Fbaumer" title="Thomas Nußbaumer">Thomas Nußbaumer</a>: <i>Alfred Quellmalz und seine Südtiroler Feldforschungen (1940–1942): eine Studie zur musikalischen Volkskunde unter dem Nationalsozialismus.</i> StudienVerlag, Innsbruck/Wien/München 2001, ISBN 3-7065-1517-2.</li>
<li><a href="Richard_Parncutt" title="Richard Parncutt">Richard Parncutt</a>: <i>Systematic musicology and the history and future of Western musical scholarship.</i> In: <i>Journal of Interdisciplinary Music Studies.</i> Band 1, 2007, S. 1–32 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://musicstudies.org/wp-content/uploads/2017/01/Systematic_Musicology_PARNCUTT1-32.pdf">online</a>, Abruf am 22. Oktober 2021)</li>
<li>Pamela M. Potter: <i>Die deutscheste der Künste. Musikwissenschaft und Gesellschaft von der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reichs.</i> Stuttgart 2000 (Zugleich Dissertation an der Yale University, 1998).</li>
<li>James W. Pruett, Thomas P. Slavens: <i>Research guide to musicology.</i> American Library Association, Chicago 1985, ISBN 0-8389-0331-2.</li>
<li><a href="Hugo_Riemann" title="Hugo Riemann">Hugo Riemann</a>: <i>Grundriß der Musikwissenschaft.</i> 2. Auflage. Quelle &amp; Meyer, Leipzig 1914.</li>
<li>Helmut Rösing, <a href="Peter_Petersen_(Musikwissenschaftler)" title="Peter Petersen (Musikwissenschaftler)">Peter Petersen</a>: <i>Orientierung Musikwissenschaft. Was sie kann, was sie will.</i> Reinbek 2000, ISBN 3-499-55615-4.</li>
<li>Dörte Schmidt: <i>Musikwissenschaft</i>.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Albrecht Schneider: <i>Systematische Musikwissenschaft: Traditionen, Ansätze, Aufgaben.</i> In: <i>Systematische Musikwissenschaft.</i> Band 1, 1993, Nr. 2., S.&nbsp;145–180.</li>
<li>Rüdiger Schumacher: <i>Systematische Musikwissenschaft</i>. Universität zu Köln<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Nicole Schwindt-Gross: <i>Musikwissenschaftliches Arbeiten. Hilfsmittel, Techniken, Aufgaben.</i> 1992; 5. Auflage. Bärenreiter, Kassel u.&nbsp;a. 2003.</li>
<li>Uwe Seifert: <i>Systematische Musiktheorie und Kognitionswissenschaft. Zur Grundlegung der kognitiven Musikwissenschaft.</i> Orpheus Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1993.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Musicology?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Musikwissenschaften</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Zeitschriften_(Musik)" class="extiw external" title="s:Zeitschriften (Musik)">Wikisource: Zeitschriften zur Musikwissenschaft</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Musikwissenschaft" class="extiw external" title="wikt:Musikwissenschaft">Wiktionary: Musikwissenschaft</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4130526-7">Literatur von und über Musikwissenschaft</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musiconn.de/recherche/?direct=11">Musiconn für vernetzte Musikwissenschaft</a> (Datenbank)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://dachverband-dvsm.de/">Dachverband der Studierenden der Musikwissenschaft</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Meyers Taschenlexikon Musik.</i> Band 2, S. 320.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Glen Haydon: <i>Introduction to Musicology: a survey of the fields, systematic &amp; historical, of musical knowledge &amp; research.</i> 1941, ISBN 0-313-20429-2.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Donald E. Hall: <i>Musikalische Akustik: Ein Handbuch. </i> Schott-Verlag, Mainz 2008. ISBN 978-3-7957-8737-0</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Ellermeier, Jürgen Hellbrück, Josef Schlittenlach: <i>Physiologische und psychoakustische Grundlagen des Hörens.</i> In: <a href="Stefan_Weinzierl_(Akustiker)" title="Stefan Weinzierl (Akustiker)">Stefan Weinzierl</a> (Hrsg.): <i>Akustische Grundlagen der Musik</i> (= <i>Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft.</i> Band 5). Laaber, Laaber 2014, ISBN 978-3-89007-699-7, S. 31–78.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Helga_de_la_Motte-Haber" title="Helga de la Motte-Haber">Helga de la Motte-Haber</a>: <i>Musikpsychologie. Eine Einführung</i> (= <i>Musik-Taschenbücher.</i> Band 14). 3. Auflage. Laaber-Verlag, 1984, ISBN 3-89007-010-8.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Rosemarie_T%C3%BCpker" title="Rosemarie Tüpker">Rosemarie Tüpker</a>: <i>Die therapeutische Nutzung von Musik: Musiktherapie.</i> In: Helga de la Motte-Haber, <a href="G%C3%BCnther_R%C3%B6tter" title="Günther Rötter">Günther Rötter</a> (Hrsg.): <i>Musikpsychologie</i> (= <i>Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft.</i> Band 3). Laaber-Verlag, Laaber 2005, ISBN 3-89007-564-9, S. 339–356.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Helga de la Motte-Haber, <a href="Hans_Neuhoff" title="Hans Neuhoff">Hans Neuhoff</a> (Hrsg.): <i>Musiksoziologie</i> (= <i>Handbuch der systematischen Musikwissenschaft.</i> Band 4). Laaber-Verlag, Laaber 2007, ISBN 978-3-89007-565-5.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Richard Kleine: <i>Musikphilosophie zur Einführung.</i> Junius, Hamburg 2019. ISBN 978-3-88506-087-1.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Helga de la Motte-Haber (Hrsg.): <i>Musikästhetik</i> (= <i>Handbuch der Systematischen Musikwissenschaft.</i> Band 1). Laaber-Verlag, Laaber 2003, ISBN 978-3-89007-562-4.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Roland_Eberlein" title="Roland Eberlein">Roland Eberlein</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.walcker-stiftung.de/Downloads/Was_ist_Systematische_Mw.pdf"><i>Was ist Systematische Musikwissenschaft? Vorlesung an der Universität zu Köln</i></a> (PDF; 2,7&nbsp;MB) walcker-stiftung.de, abgerufen am 3. August 2021. </span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Jobst Fricke, Systematische oder Systemische Musikwissenschaft? Systematische Musikwissenschaft 1/2, 1993, S. 181–194.</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Seifert: <i>Systematische Musiktheorie und Kognitionswissenschaft. Zur Grundlegung der kognitiven Musikwissenschaft.</i> Orpheus Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1993</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Barbara Tillmann: <cite style="font-style:italic">Music Cognition</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Encyclopedia of Social Measurement</cite>. Elsevier, 2005, ISBN 978-0-12-369398-3, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>795–801</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/B0123693985005417">sciencedirect.com</a>).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Musikwissenschaft&amp;rft.atitle=Music+Cognition&amp;rft.au=Barbara+Tillmann&amp;rft.btitle=Encyclopedia+of+Social+Measurement&amp;rft.date=2005&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9780123693983&amp;rft.pages=795-801&amp;rft.pub=Elsevier" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Josef Dolch: <i>Lehrplan des Abendlandes.</i> Darmstadt 1982, S. 25ff. Plato betonte in Politeia (III. Buch), die „musische und gymnastische Bildung [als …] Grundsätze für Bildung und Erziehung“ <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=Tw3rdUcvecUC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=Der+Staat:+%C3%9Cber+das+Gerechte+PLato&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=JyDOUNLICcrUswbDqIGgBw&amp;ved=0CDwQ6AEwAA#v=onepage&amp;q=Der%20Staat%3A%20%C3%9Cber%20das%20Gerechte%20PLato&amp;f=false">Quelle online</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">In diesem Jahr konnte der Philosoph <a href="Christian_Wolff_(Aufkl%C3%A4rer)" title="Christian Wolff (Aufklärer)">Christian Wolff</a>, der von der Theologischen Fakultät in Halle geächtet und 1723 vom preußischen König <a href="Friedrich_Wilhelm_I._(Preu%C3%9Fen)" title="Friedrich Wilhelm I. (Preußen)">Friedrich Wilhelms I.</a> seines Professoren-Amtes entbunden worden war, seine universitäre Unterrichtstätigkeit in Halle wieder aufnehmen.
Erst ab diesem Zeitpunkt galt für die Philosophie und die ihr angeschlossenen Disziplinen die Freiheit der Lehre. Zum Prioritätenstreit vgl. Immanuel Kant: Der Streit der Facultäten in drei Abschnitten, Königsberg 1798 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/viewer/image/PPN641204248/35/">Text online</a>).</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Mattheson berichtet, dass ein Leipziger Professor bei der Prüfung von 14 Kandidaten, welche die Würde eines Magisters der sieben freien Künste erwerben wollten, die Musik „als unwürdiges Glied, eigenmächtig und unchristlich“ fortließ (Johann Mattheson: <i>Mithridat wider den Gift einer welschen Satyre genannt La musica</i>, Hamburg 1749, S. 189 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bsb-muenchen-digital.de/~web/web1059/bsb10599054/images/index.html?l=de&amp;digID=bsb10599054&amp;v=100&amp;nav=0">Quelle online</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Lorenz Christoph Mizler: De usu atque praestantia Philosophiae in Theologia, Iurisprudentia, Medicina, breviter disserit, simulque Recitationes suas privatas indicat M. Laurentius Mizlerus, Leipzig 1736, S.&nbsp;16: „Novam scholam musicam aperire constitui“ etc. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=tNZIAAAAcAAJ&amp;printsec=frontcover&amp;dq=De+usu+atque+praestantia+Philosophiae+in+Theologia,+Iurisprudentia,+Medicina&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=lzbOUKWSLM3TsgaajoHwBA&amp;ved=0CDcQ6AEwAA">Quelle online</a>. Sein Vorlesungskonzept wird präziser beschrieben in „recitationes suas mathematicas philosophicas musicas de novo futur“ als Anhang zu der philosophischen Schrift Lorenz Christoph Mizler: <i>De natura syllogismi</i>, Leipzig 1742, S.&nbsp;16 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10820818.html?pageNo=16">(<i>Quelle online</i>)</a>.</span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.saarland-biografien.de/frontend/php/ergebnis_detail.php?id=1052"><i>Müller-Blattau Joseph Maria</i></a> in der Datenbank <i><a href="Saarland_Biografien" title="Saarland Biografien">Saarland Biografien</a></i>.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurt Ehrenberg: <i>Othenio Abel’s Lebensweg, unter Benützung autobiographischer Aufzeichnungen.</i> Kurt Ehrenberg, Wien 1975, S. 85 f., ausgewertet bei Klaus Taschwer: <i>Geheimsache Bärenhöhle. Wie ein antisemitisches Professorenkartell der Universität Wien nach 1918 jüdische und linke Forscherinnen und Forscher vertrieb.</i> In: Regina Fritz, Grzegorz Rossoliński-Liebe, Jana Starek (Hrsg.): <i>Alma mater antisemitica: Akademisches Milieu, Juden und Antisemitismus an den Universitäten Europas zwischen 1918 und 1939.</i> Band 3, new academic press, Wien 2016, S. 221–242, hier S. 230 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.academia.edu/4258095/Geheimsache_B%C3%A4renh%C3%B6hle._Wie_eine_antisemitische_Professorenclique_nach_1918_an_der_Universit%C3%A4t_Wien_j%C3%BCdische_Forscherinnen_und_Forscher_vertrieb._2016_">online</a>).</span>
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<li id="cite_note-Gudewill-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Gudewill_31-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Kurt Gudewill: <i>Erinnerungen an die Semlersche Kapelle in Itzehoe und an Musiker aus dem Umkreis der Stadt</i>. In: <i>Steinburger Jahrbuch</i> 31 (1987), S. 286–296, hier: S. 292.</span>
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<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Gietzelt, <a href="Ulrich_Pfeil" title="Ulrich Pfeil">Ulrich Pfeil</a>: <i>Dithmarschen im Dritten Reich 1933–1945</i>. In: Verein für Dithmarscher Landeskunde (Hg.): <i>Geschichte Dithmarschens</i>. Boyens, Heide 2000, ISBN 3-8042-0859-2, S. 327–360, hier: S. 342.</span>
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<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Thrun: <i>Führung und Verwaltung. Heinz Drewes als Leiter der Musikabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda (1937–1944)</i>. In: <a href="Albrecht_Riethm%C3%BCller" title="Albrecht Riethmüller">Albrecht Riethmüller</a>, <a href="Michael_Custodis" title="Michael Custodis">Michael Custodis</a> (Hrsg.): <i>Die Reichsmusikkammer: Kunst im Bann der Nazi-Diktatur</i>. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2015, ISBN 978-3-412-22394-6, S. 101–146, hier: S. 139, 141.</span>
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<li id="cite_note-Klee669-35"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Klee669_35-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Klee669_35-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a href="Ernst_Klee" title="Ernst Klee">Ernst Klee</a>: <i>Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S.&nbsp;669.</span>
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<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Klee: <i>Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S.&nbsp;670.</span>
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<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Raabe war 1932 zunächst angetan von der Aachener Aufführung von Bergs <a href="Wozzeck_(Berg)" title="Wozzeck (Berg)">Wozzeck</a>, 1938 widerrief er diese Auffassung: „Die Atonalität war eine Zeitkrankheit, der sehr begabte Künstler vorübergehend verfallen sind“ (Nina Okrassa: <i>Peter Raabe. Dirigent, Musikschriftsteller und Präsident der Reichsmusikkammer (1872–1945)</i>, Böhlau Verlag, 2004, ISBN 3-412-09304-1 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=pPs82s3NA-0C">Google Books</a>, S. 101,308)).</span>
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<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.saechsische.de/wie-ehemalige-nazis-in-der-sed-karriere-machten-95706.html">Sandra Meenzen, Wie ehemalige Nazis in der SED Karriere machten</a>, in der <a href="S%C3%A4chsische_Zeitung" title="Sächsische Zeitung">Sächsischen Zeitung</a> vom 21. Januar 2010, abgerufen am 27. September 2022</span>
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<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mica.at/node/2280">music austria</a></span>
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<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Das Rasseproblem in der Musik. Entwurf zu einer Methodologie musikwissenschaftlicher Rasseforschung</i>, Kallmeyer Verlag, Wolfenbüttel/Berlin 1939 und 1944</span>
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<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.historische-kommission-muenchen-editionen.de/rektoratsreden/anzeige/index.php?type=rektor&amp;id=381762232">Rektoratsreden (HKM)</a></span>
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<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.uni-kiel.de/ueberblick/neuanfang/cornelissen-vortrag.pdf">Univ. Kiel</a> (PDF; 38&nbsp;kB)</span>
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<li id="cite_note-WWW-DDR-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-WWW-DDR_43-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Christiane Niklew:&nbsp;<i><span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/hans-pischner">Pischner, Hans</a></span></i>. In: <i><a href="Wer_war_wer_in_der_DDR%3F" title="Wer war wer in der DDR?">Wer war wer in der DDR?</a></i> 5. Ausgabe. Band&nbsp;2. Ch.&nbsp;Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.</span>
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<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Matthias Braun: <i>Kulturinsel und Machtinstrument: Die Akademie der Künste, die Partei und die Staatssicherheit.</i> Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2007, S. 375. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.ch/books?id=9tHQmPdv30kC&amp;pg=PA375&amp;lpg=PA375&amp;dq=%22hans+pischner%22+zk+sed&amp;source=bl&amp;ots=0PCj3l09hs&amp;sig=ZtzRnh_X2hs2G0WDCJ0XBjPJrjw&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ved=0ahUKEwjH0Nax4-HPAhXrIcAKHUHPAC8Q6AEIKzAC#v=onepage&amp;q=%22hans%20pischner%22%20zk%20sed&amp;f=false">Google-Books</a></span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Tasten, Taten, Träume. Musik und Politik zwischen Utopie und Realität.</i> Autobiographie. Henschel Verlag, Berlin 2006, S. 143.</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.viennatouristguide.at/Gedenktafeln/pers/M/mozart_1_zmed.htm">Inschrift Deutschordenshof, Singerstraße: Hans Joachim Moser 1963</a> (abgerufen am 10. Juni 2014)</span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Josef Wulf: Kultur im Dritten Reich. Musik. 1989, S. 100, dort Wiedergabe des Schriftwechsels des Kampfbundes Deutscher Kultur mit Entlassungswünschen und Einstellungswünschen sowie Honorarfragen. Schreiben Steins für den Kampfbund vom 1. April 1933</span>
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<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Klee: <i>Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945.</i> S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 588.</span>
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<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.parlament-berlin.de/Reden-der-Praesidenten/grusswort-des-prasidenten-des-abgeordnetenhauses-von-berlin-ralf-wieland-anlasslich-der-eroffnung-des-louis-lewandowski-festivals">Zitiert auf der Homepage des Abgeordnetenhauses von Berlin</a>, Grußwort des Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, anlässlich der Eröffnung des Louis-Lewandowski-Festivals am 20.12.2013 im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde Berlin, abgerufen am 12. September 2022</span>
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<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.worldcat.org/search?q=frauen+in+der+Musik&amp;qt=owc_search"><i>Frauen in der Musik</i></a> Literatur bei worldcat.org</span>
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<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Hintergrund siehe: Sabine Doyé, Marion Heinz, Friederike Kuster (Hrsg.): <i>Philosophische Geschlechtertheorien. Ausgewählte Texte von der Antike bis zur Gegenwart</i> 2002.</span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://miz.org/de/beitraege/musikwissenschaft">Homepage des deutschen Musikinformationszentrums</a>, abgerufen am 9. September 2022</span>
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<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musikforschung.de/forschung-lehre/tagungen-und-veranstaltungen/call-for-papers/2021/nach-der-norm-musikwissenschaft-im-21-jahrhundert">Fragestellungen einer Tagung der Gesellschaft für Musikforschung im Oktober 2022 auf der Homepage https://www.musikforschung.de</a>, abgerufen am 22. August 2022</span>
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<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de/studium-1/studium-musikwissenschaft/">www.musikwissenschaft.uni-wuerzburg.de</a>.</span>
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<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text"><cite style="font-style:italic">Monatshefte für Musikgeschichte</cite>. Berlin, 1891 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=A_0LAQAAMAAJ&amp;newbks=0&amp;printsec=frontcover&amp;dq=%22die+Vierteljahrsschrift+f%C3%BCr+Musikwissenschaft%22&amp;q=%22Vierteljahrsschrift+f%C3%BCr+Musikwissenschaft%22&amp;hl=de">google.com</a> [abgerufen am 10.&nbsp;Februar 2022]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Musikwissenschaft&amp;rft.btitle=Monatshefte+f%C3%BCr+Musikgeschichte&amp;rft.date=1891&amp;rft.genre=book&amp;rft.pub=Berlin" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Markus Stumpf, Herbert Posch, <a href="Oliver_Rathkolb" title="Oliver Rathkolb">Oliver Rathkolb</a>: <cite style="font-style:italic">Guido Adlers Erbe: Restitution und Erinnerung an der Universität Wien</cite>. V&amp;R unipress GmbH, 2017, ISBN 978-3-7370-0721-4 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.com/books?id=AfsmDwAAQBAJ&amp;newbks=0&amp;printsec=frontcover&amp;pg=PA20&amp;dq=%22die+Vierteljahrsschrift+f%C3%BCr+Musikwissenschaft%22&amp;q=%22die+Vierteljahrsschrift+f%C3%BCr+Musikwissenschaft%22&amp;hl=de">google.com</a> [abgerufen am 10.&nbsp;Februar 2022]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Musikwissenschaft&amp;rft.au=Markus+Stumpf%2C+Herbert+Posch%2C+Oliver+Rathkolb&amp;rft.btitle=Guido+Adlers+Erbe%3A+Restitution+und+Erinnerung+an+der+Universit%C3%A4t+Wien&amp;rft.date=2017-06-12&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783737007214&amp;rft.pub=V%26R+unipress+GmbH" style="display:none">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe auch <a href="J%C3%BCdischer_Mischling" title="Jüdischer Mischling">hier</a>.</span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.musikforschung.de/gesellschaft"><i>Die Gesellschaft.</i></a> In: <i>musikforschung.de.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 23.&nbsp;Dezember 2021</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMusikwissenschaft&amp;rft.title=Die+Gesellschaft&amp;rft.description=Die+Gesellschaft&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.musikforschung.de%2Fgesellschaft&amp;rft.date=&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://musikpsychologie.de/jahrbuch.html">Jahrbuch Musikpsychologie bei der DGM.</a> Abgerufen am 11. September 2022.</span>
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Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4130526-7">4130526-7</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85089048">sh85089048</a></span> </div>
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